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Peregrine baut mächtig um

04.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die angeschlagene US-Softwareschmiede Peregrine Systems Inc. hat Gary Greenfield zum neuen CEO (Chief Executive Officer) ernannt. Sein Amtsvorgänger Stephen Gardner hatte zusammen mit Finanzchef Matthew Gless nach einem Bilanzskandal Anfang Mai seinen Hut nehmen müssen (Computerwoche online berichtete). Richard Nelson, der das Amt danach interimsweise übernommen hatte, wird nun COO (Chief Operating Officer). Greenfield war zuvor President und CEO von Merant und Berater der Risikokapitalfirmen JMI und Lazard Technology Partners.

Peregrine kündigte ferner an, es werde seine "Remedy"-Produkte in einen unabhängigen Bereich unter Leitung von Larry Garlick auslagern. Garlick hatte die Remedy Corp. gegründet und war Chairman und CEO, bis Peregrine das Unternehmen im August vergangenen Jahres für 1,1 Milliarden Dollar übernahm (Computerwoche online berichtete).

Daneben gibt es noch weitere Personalien zu vermelden: Rod Dammeyer scheidet "aus persönlichen Gründen" aus dem Peregrine-Verwaltungsrat aus. Er war Vorsitzender des Wirtschaftsprüfungsausschusses und des Executive Committee. Seine Stellen sollen baldestmöglich wiederbesetzt werden. Ebenfalls zurückgetreten ist Senior Vice President und Generaljustiziar Eric Deller, der zunächst noch einige Zeit im Unternehmen bleibt. Neue Generaljustiziarin ist Kathy Vizas, die zuvor den gleichen Posten bei Raychem und Levi Strauss innehatte. (tc)