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Peoplesoft zerrt Oracle nicht vor den Kadi

11.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Entgegen früherer Pläne hat Peoplesoft wegen der feindlichen Übernahme durch Oracle keine Klage vor dem Alameda Superior Court eingereicht, um eine einstweilige Verfügung gegen die Ellison-Firma zu erstreiten. Dies war Oracle eigentlich für Dienstag dieser Woche angedroht worden. Oracles Executive Vice President Safra Catz äußerte in einer Presseerklärung die Hoffnung, der Verwaltungsrat von Peoplesoft werde sich nun mit Oracle treffen, um das Angebot zu diskutieren.

Peoplesoft-Chef Craig Conway hatte in einer ersten Stellungnahme Oracles Offerte rundweg abgelehnt und unterstellt, diese diene allein dem Zweck, Peoplesofts geplante Übernahme von J.D. Edwards zu torpedieren. Conway sagte aber gleichzeitig zu, Peoplesofts Board werde das Angebot trotzdem prüfen und rechtzeitig eine Empfehlung dazu veröffentlichen. Oracles Angebot von 16 Dollar Cash für jede Peoplesoft-Aktie endet am 7. Juli. (tc)