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Peoplesoft steigert Gewinn trotz Umsatzschwund

26.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der amerikanische ERP-Anbieter (Enterprise Resource Planning) Peoplesoft trotzt mit einer ordentlichen Gewinnsteigerung der Branchenkrise. In seiner gestern vorgelegten Bilanz weist das Unternehmen einen Nettogewinn von 44,5 Millionen Dollar oder 14 Cent pro Aktie aus, 24 Prozent über den 36 Millionen Dollar oder elf Cent je Anteilschein aus dem Vorjahresquartal. Beim operativen Gewinn legte Peoplesoft sogar um 28 Prozent zu, und zwar von 46,1 Millionen Dollar im ersten Quartal 2001 auf aktuell 60,6 Millionen Dollar.

Die Einnahmen gingen allerdings aufgrund der anhaltenden Investitionszurückhaltung der Kunden im Jahresvergleich von 514,2 Millionen Dollar um sechs Prozent auf 483,3 Millionen Dollar zurück. Während der Serviceumsatz geringfügig zulegte, fielen die Lizenzeinnahmen von 153,3 auf 133,3 Millionen Dollar. "Peoplesoft war nicht immun gegen die sinkenden Technikausgaben im ersten Quartal", kommentierte President und CEO Craig Conway. "Unser Finanzergebnis war aber generell positiv und im Vergleich die stärksten der Branche." Die Bargeldreserven habe man beispielsweise im Berichtszeitraum um 149 Millionen auf 1,82 Milliarden steigern können.

In der kommenden Woche plant Peoplesoft die Einführung von vier neuen CRM-Branchenlösungen (Customer Relationship Management). Diese zielen spezifisch auf die vertikalen Märkte öffentliche Verwaltung, Versicherungen, Hightech- sowie Energieunternehmen. Ebenfalls vorgestellt werden sollen Lösungen zur Incentive-Planung, zur Leistungskontrolle von Mitarbeitern sowie zur Verwaltung von Fortbildungsmaßnahmen. (tc)