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Peoplesoft: .NET ist wie Asbest

20.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auf der Kundenveranstaltung Leadership Summit in Sydney übte Craig Conway, Director des ERP-Anbieters Peoplesoft, harsche Kritik an Microsofts .NET. Die Technik sei für die Unternehmens-IT ähnlich schädlich wie Asbest für die Gesundheit. Conway bemängelte vor allem, dass .NET Programmcode auf dem Client ausführe. Unternehmenssoftware auf dem PC laufen zu lassen, sei bekanntermaßen eine schlechte Sache.

Stattdessen propagierte der Peoplesoft-Chef Server-zentrierte Arbeitsumgebungen auf Linux-Basis. Durch den Einsatz des quelloffenen Betriebssystems lasse sich der "tödliche Griff" Microsofts lösen und die Kosten der Unternehmens-IT senken. Deswegen habe sich Peoplesoft dazu entschieden, das gesamte Produktportfolio auf Linux zu portieren (Computerwoche online berichtete). Damit positioniere man sich jedoch nicht als Anti-Microsoft-Company, realisierte Conway seine Seitenhiebe auf Microsoft, sondern biete lediglich eine Alternative zur Software aus Redmond.

Mit dem Bekenntnis zum Server-basierenden Computing folgt Conway dem Leitspruch von Peoplesoft "kein Code auf dem Client". Peoplesoft-Anwender greifen via Browser auf die Applikationen zu. (lex)