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Peoplesoft-Kundenverbände lehnen Oracle-Angebot ab

25.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das International Customer Advisory Board (ICAB) von Peoplesoft, ein unabhängiger Dachverband von Anwendervertretungen aus den Regionen Nordamerika, Lateinamerika, EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) und Asien/Pazifik, hat sich im Streit um feindlichen Übernahmeversuch durch Oracle nicht unerwartet auf die Seite der Peoplesoft-Geschäftsführung geschlagen. "ICAB ist der Auffassung, dass die Kunden von einem fortgesetzten gesunden Wettbewerb auf dem Markt für Unternehmenssoftware profitieren werden, weil dadurch größere Auswahlmöglichkeiten bei Applikationen und Plattformen gewährleistet sind", erklärte der ICAB-Vorsitzende Peg Nicholson.

"Wir sind der festen Überzeugung, dass eine Übernahme von Peoplesoft durch Oracle zu weniger Wettbewerb führen und Peoplesoft-Kunden dazu zwingen würde, ihre aktuellen Anwendungen sowie möglicherweise auch ihre Datenbankplattformen umzurüsten." Dieses unnötige, teure und riskante Unterfangen sein auf keinen Fall im besten Interesse der Peoplesoft-Anwender. Nicholson forderte aktuelle und potenzielle Kunden ferner auf, jede Möglichkeit zu nutzen, um "ihrer Besorgnis über das eindeutig wettbewerbsfeindliche Übernahmeangebot Ausdruck zu verleihen". (tc)