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Peoplesoft-Board lehnt Oracle-Angebot weiterhin ab

21.11.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Verwaltungsrat von Peoplesoft lehnt das Übernahmeangebot von Oracle auch weiterhin ab, obwohl dem Datenbankriesen aus Redwood Shore, Kalifornien, nach Ablauf der Angebotsfrist Freitagnacht bereits 60,8 Prozent der Peoplesoft-Aktien zugesagt wurden. In einer Pressemitteilung verlautbarte das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Pleasanton, das Board halte Oracles Offerte von 24 Dollar je Anteilschein wie gehabt für zu niedrig.

George Battle, Vorsitzender des Peoplesoft-Transaktionskomitees unabhängiger Direktoren, erklärte, man sei nach Gesprächen mit großen Investoren zu dem Schluss gelangt, dass diese mehrheitlich Oracles Angebot für zu gering hielten und es nicht den wahren Wert von Peoplesoft wiederspiegele. "Wir sind überzeugt, dass wir den Aktionären bis zu unserer Hauptversammlung 2005 weiterhin den überragenden Wert von Peoplesoft demonstrieren werden", so Battle.

Noch am 10. November hätten sich Mitglieder des Transaction Committee an Oracle gewandt und zu verstehen gegeben, dass man grundsätzlich über eine Übernahme zu verhandeln bereit sei - allerdings nicht für 24 Dollar pro Aktie. Ein sinnvolles Angebot müsse sowohl Peoplesofts inneren Wert berücksichtigen wie auch die Tatsache, dass das Unternehmen inzwischen für Oracle viel wertvoller sei als zu dem Zeitpunkt, als es sein ursprüngliches Angebot von 26 Dollar je Anteilschein gemacht habe. (tc)