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Geldwerter Vorteil

"Peerblog" schon wieder eingestelllt

09.02.2013
Das Internetportal peerblog.de sollte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück im Wahlkampf unterstützen, brachte ihm aber vor allem Ärger ein. Der Initiator hat nach wenigen Tagen die Reißleine gezogen.
Das Peerblog ist nach nur wenigen Tagen bereits wieder vom Netz - es drohte ein Konflikt mit dem Abgeordnetengesetz...
Das Peerblog ist nach nur wenigen Tagen bereits wieder vom Netz - es drohte ein Konflikt mit dem Abgeordnetengesetz...

Der von Unternehmern finanzierte Unterstützerblog für SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wird nach nur wenigen Tagen wieder eingestellt. Die Seite, durch einen Hackerangriff zuletzt ohnehin lahmgelegt, werde vom Netz genommen, teilte der Betreiber von peerblog.de, der Düsseldorfer Medienberater Karl-Heinz Steinkühler, am Donnerstagabend mit. Der frühere "Focus"-Redakteur wollte mit dem Portal peerblog.de nach Vorbild des US-Wahlkampfs für Steinbrück bloggen.

Laut "Spiegel" haben fünf Unternehmer eine sechsstellige Summe zur Verfügung gestellt. Die Spender blieben anonym, was von Grünen, Linken und Anti-Korruptionsgruppen kritisiert wurde. Der Bundestag hatte angekündigt zu prüfen, ob es sich bei dem Portal um eine verdeckte Form der Parteienfinanzierung handeln könnte.

"Die kriminellen Attacken auf das von uns herausgegebene Medium peerblog.de haben zu der Entscheidung geführt, dass wir unsere Sponsoren, Unterstützer und uns selbst nicht länger diesen skrupellosen und inhaltsleeren Anfeindungen aussetzen wollen", hieß es in einer von Steinkühlers Agentur verbreiteten Erklärung.

Die technische Analyse habe ergeben, dass die Cyber-Angriffe durch Massenanfragen von sogenannten Zombies (infizierte Rechner unbeteiligter Personen) ausgelöst worden seien. "Hinter den Virus- und Trojaner-Attacken steckt die Hacker-Gruppe "T3AM M3DUSA", die auf Twitter ankündigte, den PeerBlog auf Dauer anzugreifen." Die Angriffe aus dem Netz seien mit Erpressungsversuchen verbunden, die Geschäftsbeziehungen offenzulegen. "Darauf werden wir aus grundsätzlichen Erwägungen selbstverständlich nicht eingehen", hieß es. Es werde die Einleitung strafrechtlicher Schritte geprüft. (dpa/tc)