Tablet für Sparfüchse

Pearl Touchlet X7G im Test

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Tablets liegen voll im Trend: Alle wollen eines. Aber nicht jeder will dafür 500 Euro ausgeben, die fürs iPad 2 fällig werden. Für die sparsamen Tablet-Freunde bietet Pearl das Touchlet X7G: Das Android-Tablet mit 7-Zoll-Bildschirm kostet 170 Euro.
Pearl Touchlet X7G
Pearl Touchlet X7G

Auf den ersten Blick wirkt das Pearl-Tablet wertig und mit seinen abgerundeten Ecken recht elegant. Vorne fasst ein breiter schwarzer Rahmen den Bildschirm ein, die Rückseite des Plastikgehäuses ist in Silber gehalten. Doch bei genauerem Hinsehen und Hinlangen sieht und spürt man den günstigen Preis: Das Gehäuse knarzt schon bei leichtem Druck, der äußere Rahmen schließt nicht überall bündig mit dem Bildschirm ab: An manchen Stellen steht das Display darüber hinaus, manchmal liegt es unter dem Rahmen.

Pearl Touchlet X7G im Test: Verarbeitung

Auf dem Pearl Touchlet X7G läuft Android 2.3.5: Diese Android-Version ist nicht für Tablets optimiert, Sie steuern das X7G deshalb nicht nur über dem Bildschirm, sondern auch über drei schmale mechanische Tasten. Viel Spaß macht das nicht, der Tastenhub ist viel zu flach, ein Druckpunkt kaum zu spüren. Außerdem sind die Tasten-Symbole unverständlich: Erst durch einen Blick ins Handbuch oder Ausprobieren lernt man, dass es sich um Tasten für Zurück, Startbildschirm und Menü handelt. Die Tasten sind außerdem hinterleuchtet, selbst in kompletter Dunkelheit sieht man das aber kaum. Zusammen mit dem wackligen Stecker des Micro-USB-Kabels drängt sich beim X7G nicht unbedingt der Eindruck eines hochwertig verarbeiteten Tablets auf. Pearl verspricht übrigens für das Touchlet X7G ein Update auf Android 3.0: Wann Honeycomb aufs Touchlet kommt, steht aber noch nicht fest.

Das Touchlet zeigt den üblichen Android-Startbildschirm, eine eigene Benutzeroberfläche hat sich Pearl gespart. Außer den Standard-Apps von Google wie Mail, Maps und Navigation sind nicht viele Apps vor-installiert: Pearl spendiert noch einen Datei-Manager sowie einen eigenen App-Store namens AppCenter. Das Angebot dort ist nicht sehr groß, bei den meisten Apps werden Sie in den offiziellen Android Market weitergeleitet, auf den Sie mit dem X7G ebenfalls zugreifen können. Von dort müssen Sie sich auch den Flash-Player holen, der nicht standardmäßig installiert ist: Erst dann spielt das Touchlet Flash-Videos ab. Eine Office-App oder eine App für E-Books hat Pearl nicht vorinstalliert.

Richtig gut geht das Touchlet X7G dagegen mit Multimedia-Dateien um: Es ist ein wahrer Allesfresser, was Video- und Audioformate angeht und schluckte im Test fast alle Testdateien- darunter Full-HD-MP4, AVI und MKV.