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PDC: Microsoft umgarnt Entwickler mit .Net-Testversionen

12.07.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auf der hauseigenen Messe "Professional Developers Conference" (PDC) in Orlando, Florida, stellte Microsoft die neuesten Entwicklungs-Tools für seine Internet-Strategie ".Net" vor. Der Softwareriese teilte unter anderem eine Testversion des Entwicklungspakets "Visual Studio.Net" (zuvor unter Visual Studio 7 bekannt) aus. Diese enthält Updates für Visual Basic und Visual C++, "Visual FoxPro"-Tools sowie die erste Version der Microsoft-Programmiersprache "C#" (sprich "C sharp"). Die Gates-Company hatte C#, das zumindest strukturell Ähnlichkeiten zu Sun Microsystems´ Java aufweist, erst im vergangenen Monat angekündigt (CW Infonet berichtete).

Was der Entwicklergemeinde nicht schmecken dürfte, ist die Tatsache, dass Microsofts Java-basiertes Entwicklungswerkzeug "Visual J++" nicht länger in Visual Studio.Net enthalten ist. Paul Maritz, Vice President der Platforms Group, erklärte das Fehlen des hauseigenen Java-basierten Tools mit dem derzeitigen Java-Rechtsstreit mit Sun Microsystems: "Deshalb können wir nicht innovativ arbeiten." Die Gates-Company wird statt dessen ein Java-Werkzeug des Softwarehauses Rational mit seinem Visual Studio.Net ausliefern, das noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll.

Microsoft präsentierte auf der PDC zudem sein ".Net Framework", auf dessen Dienste Software-Entwickler über diverse Sprachen zugreifen können. Dieses Framework wird laut Maritz neben Microsofts eigenen Sprachen 17 weitere unterstützen.