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PC-Spezialist geht weiter in die Offensive

18.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die PC-Spezialist Franchise AG hat im Geschäftsjahr 2004 trotz höherer Umsätze einen leichten Gewinnrückgang verbucht. Dennoch versucht das Unternehmen weiter, mit Investitionen ein längerfristiges Wachstum zu sichern. Wie der Bielefelder PC-Filialist bekannt gab, stiegen die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr nach vorläufigen Berechnungen um vier Prozent auf 17,2 Millionen Euro. Der Nettoüberschuss sank dagegen um 100.000 auf 2,7 Millionen Euro oder 76 Cent pro Aktie, der operative Profit (Ebit) sogar von 4,9 Millionen auf 4,2 Millionen Euro. Die Ursache für den Rückgang sieht das Unternehmen im Wesentlichen in dem von Kaufzurückhaltung und sinkenden Durchschnittspreisen geprägten Markt. Außerdem seien die "sonstigen" betrieblichen Erträge von einer Million auf 400.000 Euro geschrumpft.

Wie die Bielefelder weiter mitteilten, stieg die Gesamtzahl der Partner 2004 um 323 auf 1555, davon 104 PC-Spezialist-Franchise-Nehmer und 1171 Microtrend-Partner. Mit der Übernahme der österreichischen iTeam-Gruppe im vergangenen Jahr kamen außerdem 280 iTeam-Partner hinzu.

Aus Sicht des Managements lässt das Marktumfeld momentan keine validen Prognosen für das Geschäftsjahr 2005 zu. Insgesamt erwartet PC-Spezialist jedoch ein niedrigeres Ergebnis als im Vorjahr und schlechtestenfalls einen Nettogewinn von 40 Cent pro Aktie. Schuld an dem Rückgang sind allerdings auch ergebnismindernde Investitionen, mit denen der Vorstand den Unternehmenswert längerfristig zu steigern hofft. So will PC-Spezialist die Anzahl der unter dem eigenen Label operierenden Franchise-Partner bis 2010 auf 300 erweitern. Bereits in diesem Jahr soll es eine deutliche Steigerung der Neueröffnungen geben. (mb)