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PC-Industrie fürchtet Exportbeschränkungen durch US-Regierung

02.07.2004

In den Vereinigten Staaten ist derzeit ein neues Gesetz in Vorbereitung, das große Auswirkungen auf die Computerindustrie haben könnte. Wenn der US-Senat der aktuellen Version des jedes Jahr neu zu verabschiedenden "National Defense Authorization Act" zustimmt, würde das in Zukunft eine drastische Verschärfung der Exportbeschränkungen für PCs bedeuten.

Selbst Geräte mit einer Rechenleistung, die einem Pentium-3-Prozessor mit 650 MHz entsprechen, würden dann bereits als "militärisch kritisch" eingestuft und bedürften einer speziellen Ausfuhrgenehmigung. Die benötigen derzeit nur Systeme, die mit 32 Intel-Itanium-Chips bestückt sind beziehungsweise eine vergleichbare oder höhere Leistung besitzen. Die neuen Regelungen würden auf alle Länder zutreffen, selbst solche, die mit den USA verbündet sind. Derzeit sind nur Exporte in Länder wie Russland, Indien, Israel, Pakistan oder China genehmigungspflichtig.

Das amerikanische Repräsentantenhaus hat dem Gesetzt bereits zugestimmt, die Entscheidung liegt jetzt in den Händen des US-Senats. Diesem nahestehende Personen halten es jedoch für wahrscheinlich, dass die betreffende Passage (Section 1404) doch noch gestrichen wird. (ave)