CeBIT 2009

PC-Hersteller setzen auf die Netbook-Karte

Spezialgebiet Business-Software: Business Intelligence, Big Data, CRM, ECM und ERP; Betreuung von News und Titel-Strecken in der Print-Ausgabe der COMPUTERWOCHE.
Nach dem Erfolg des Eee PC von Asus haben die anderen Anbieter nachgezogen. Auf der CeBIT sind eine ganze Reihe neuer Netbooks zu sehen.

Der Höhenflug der Netbooks hält an. Seit Asus vor einem guten Jahr mit seinem Eee PC für einen Überraschungscoup im weltweiten Notebook-Markt gesorgt hat, boomt das Geschäft mit den Bonsai-Rechnern. Mit dem kompakten Format und einem günstigen Preis hatte der Hersteller offenbar den Nerv der Verbraucher getroffen. Inzwischen zeigen auch viele andere Hersteller Netbooks auf der Messe.

Retter des PC-Markts

Netbooks sind der Wachstumsmotor des gesamten PC-Markts - zumindest was die Absatzzahlen angeht. Gartner zufolge legte der PC-Verkauf in Westeuropa im vierten Quartal 2008 trotz Wirtschaftskrise um 12,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 20,1 Millionen Rechner zu. Wären die Netbooks nicht gewesen, hätten die Anbieter Rückgänge zu beklagen gehabt, sagt Ranjit Atwal, Principal Analyst von Gartner. Zwischen Oktober und Dezember 2008 seien allein in Westeuropa rund 2,5 Millionen Kompakt-Notebooks über die Ladentische gegangen. Für Deutschland taxieren die Analysten den Absatz auf etwa eine halbe Million Geräte. IDC meldet für das vierte Quartal 2008 in der gesamten Region Emea einen Mini-Notebook-Absatz von 3,6 Millionen Geräten. Das entspreche einem Anteil von 20 Prozent am gesamten Markt für Mobilrechner.

Experten sprechen allerdings von einem schwierigen PC-Jahr 2009 für die Hersteller in Deutschland. Die Absätze würden stagnieren, bestenfalls leicht zulegen, und die Umsätze infolge des wachsenden Preisdrucks deutlich zurückgehen. Vielleicht gelingt es den Netbooks wieder, den Markt zu retten. IDC geht davon aus, dass sich der weltweite Verkauf 2009 im Vergleich zum Vorjahr auf etwa 20 Millionen Geräte verdoppeln wird.