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PayPal will mehr Händler ansprechen

17.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ebays Transaktionstochter PayPal startet neue Produkte, die vor allem auf kleine und mittlere Unternehmen abzielen, die mehr Kontrolle über auf ihren Site abgewickelte Zahlungen wünschen. Nachdem Ebay sich im heimischen US- und auch im deutschen Markt mit sinkendem Wachstum bei seinem Kerngeschäft mit Web-Auktionen konfrontiert sieht, setzt es verstärkt auf PayPal, das in diesem Jahr bereits mehrere Initiativen zur Gewinnung zusätzlicher Einnahmenströme angekündigt hat, darunter eine Allianz mit Apples "iTunes Music Store".

PayPal wickelt Online-Bezahlvorgänge derzeit hauptsächlich auf seiner eigenen Website ab. Nun hat die Firma herausgefunden, dass einige Händler die Bezahlung wohl lieber auf ihren eigenen Seiten hätten, um den Checkout-Prozess besser kontrollieren zu können. Diesem Wunsch will die Ebay-Tochter mit der Programmsammlung "Website Payments Pro" entsprechen. Diese bietet Online-Kunden mehr Flexibilität bei der Bezahlung und erlaubt Händlern eine genauere Nachverfolgung der Zahlungen.

Mit "Express Checkout" können Käufer mit PayPal-Konto beispielsweise eine Zahlung mit nur drei Mausklicks erledigen - bislang waren es etliche mehr. Der Käufer genehmigt dabei die PayPal-Zahlung schon frühzeitig während des Checkouts, die Liefer- und Rechnungsadresse werden von PayPal an die Händler-Site übertragen. Mittels "Direct Payment API" und "Virtual Terminal" können Händler außerdem Kreditkartenzahlungen annehmen sowie Aufträge annehmen, die per Telefon, Fax oder Briefpost eingehen. Dies sind PayPals erste ausdrücklich "nicht-gehostete" Zahlungsverfahren. (tc)