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PayPal sperrt Online-Zocker aus

22.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer hat eine Einigung mit dem Online-Bezahldienst PayPal erzielt. Dieser hat zugesichert, keine Transaktionen mehr zwischen Bürgern des US-Bundesstaates und Online-Casinos abzuwickeln. Vor einem Monat hatte Spitzer bereits eine ähnliche Vereinbarung mit der Citibank getroffen, die keine Kreditkarten-Buchungen für Online-Glücksspieler mehr tätigen wird.

PayPal, einer der wenigen erfolgreichen Börsengänger dieses Jahres, steht kurz vor der Übernahme durch das Online-Auktionshaus Ebay. Dieses hatte bereits angekündigt, PayPal werde anschließend mit Glücksspiel nichts mehr am Hut haben. Im Geschäftsjahr 2003 stammen vermutlich zwischen zehn und 15 Prozent der PayPal-Umsätze von Zockern, was neben Spitzer auch den Ermittlern des Bundesstaats Missouri ein Dorn im Auge ist. Über die Übernahme durch Ebay sollen die PayPal-Aktionäre einer Pflichtveröffentlichung bei der Börsenaufsicht SEC zufolge am 3. Oktober entscheiden. (tc)