SSD

Patriot Inferno 60GB im Test

13.05.2011
Die Patriot Inferno 60GB bietet hohe Datenraten von bis zu 260 MB/s. Der Test prüft, ob die SSD auch sparsam arbeitet und sich der Lieferumfang sehen lassen kann.

Basis für das flotte Tempo der Inferno-SSD ist der Sandforce-Controller SF-1222TA3, dem Patriot MLC-Flash-Speicherchips von Intel zur Seite stellt. Im Vergleich zu herkömmlichen SSD-Controllern verzichtet das Sandforce-Modell auf einen Cache-Chip, der Schreibzugriffe puffert. Stattdessen fasst der SF-1222TA3 Daten vor dem Schreibvorgang zusammen, komprimiert sie und reduziert damit die Schreibzugriffe um bis zu 50 Prozent.

Geschwindigkeit

Die Patriot Inferno 60GB gehörte im Test zu den schnellsten SSDs der 60-GB-Klasse. Im Festplatten-Test des PC Mark Vantage erreichte das Inferno-Modell hervorragende 41.089 Punkte. Zum Vergleich: Die bisher schnellste 3,5-Zoll-Festplatte Western Digital Caviar Black WD1002FAEX musste sich in diesem Test mit 5.377 Punkten begnügen.

Ein sehr gutes Ergebnis fuhr die Patriot Inferno 60GB auch im Leistungstest Iometer ein - allerdings nur beim Lesen mit bis zu 27.391 Befehlen/s. Schwach waren hingegen die maximal 10.549 Befehle/s beim wahlfreien Schreiben mit einer Blockgröße von 4K bei 32 parallele Anfragen.

Dafür konnte die Patriot Inferno 60GB im Praxistest überzeugen: Um einen DVD-Film (4,2 GB) zu lesen, zu schreiben und zu kopieren, benötigte die Inferno-SSD nur 45, 43 sowie 63 Sekunden. Ausgezeichnet waren auch die sequenziellen Leseraten, die zwischen 244 und 262 MB/s lagen. Nicht ganz so spritzig ging es beim sequenziellen Schreiben zu: In der Spitze hervorragende 239 MB/s, durchschnittlich noch sehr gute 175 MB/s und minimal gute 145 MB/s. Auch die Zugriffszeiten schwankten zwischen überragenden 0,04 im Mittel und noch guten 0,10 Millisekunden im Maximum.

Ausstattung

Die Patriot Inferno 60GB verwendet 16 Intel-Speicherchips des Typs 29F32G08AAMDB mit je 4 GB Bruttokapazität. Nach NTFS-Formatierung sind davon 55,9 GB verfügbar. Der Controller SandForce 1222TA3-SBH P3C411 arbeitete im Test mit der Firmware-Version 320A. Patriot liefert die Inferno mit einem 2,5-auf-3,5-Zoll-Einbaurahmen sowie 8 Schrauben aus. Software suchen Sie hingegen vergeblich im Lieferumfang.

Umwelt & Gesundheit

Für eine 60-GB-Flash-Speicherfestplatte zeigte sich die Patriot Inferno 60GB als zu stromhungrig. Mit 0,80 Watt im Leerlauf war die Leistungsaufnahme gut doppelt so hoch wie bei der bisher sparsamsten SSD mit Sandforce-Controller SF-1222TA3 im Test. In Ordnung für die gezeigte Leistung ging der Maximalverbrauch von 1,49 Watt.

Inhalt dieses Artikels