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Pat Gelsinger ruft die "Tera-Ära" aus

20.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Intels Senior Vice President und Chief Technology Officer Pat Gelsinger warf am letzten Tag des Developer Forum (IDF) in San Francisco einen eher philosophischen Blick in die entferntere Zukunft des Computing. Es nähere sich die "Tera-Ära", so Gelsinger, und die Halbleiterindustrie müsse viele Architektur-Ansätze überdenken, um der gigantischen Datenmengen der Zukunft Herr zu werden.

"Hinsichtlich der Digitalisierung von Informationen sind wir erst an der Spitze des Eisbergs", erklärte Gelsinger. Immer mehr Informationen würden digital aufgezeichnet, und deswegen müssten kommende Prozessoren mit Terabytes an Daten umgehen und Terabits pro Sekunde Durchsatz erzielen (ein Terabyte ist gleich eine Billion Bytes). Computer müssten sich dem anpassen, indem sie schnell große Datenmenge nach relevanten Informationen durchsuchen und auf Basis des ganzen Prozesses zu einem Schluss kämen, befand Intels Cheftechnologe.

Die Leistung werde durch Innovationen wie noch kleinere Transistoren steigen, aber es sei auch eine andere Architekur vonnöten, um die Tera-Ära zu meistern. Mehr Rechenleistung reiche dazu nicht aus, so Gelsinger. Speicher, System-Bus und Storage müssten in gleichem Maße mitskalieren, um diese Zukunftsvision zu erfüllen. Dafür sei allerdings noch ein wenig Zeit - vor Ende des Jahrzehnts werde es wohl kaum so weit sein. Die Tera-Ära werde aber kommen, und die Branche müsse sich darauf vorbereiten. (tc)