Novell gesteht Fehler der Vergangenheit ein

Partnerprogramm zum besseren Support von NDS-Entwicklern

30.01.1998

Hatte Novell im letzten Jahr mit Entlassungen und roten Zahlen noch für negative Schlagzeilen gesorgt, so sieht Andreas Zeitler, Regional Vice-President bei Novell, nun den "Turnaround" allmählich in Sicht kommen. Mit der Fokussierung auf Technologien wie Netware oder NDS will die Company, so Zeitler, "das verlorengegangene Vertrauen der Kunden wiedergewinnen".

Allerdings hatte die Networking-Company in der Vergangenheit Kunden nicht nur aufgrund des fehlenden Vertrauens verloren, sondern auch, wie Zeitler jetzt einräumt, "weil wir sagten, Netware sei keine Applikations-Server-Plattform". Damit habe Novell die Türe für Windows NT in Unternehmen geöffnet. Ein Fehler, den die Netzwerker mit der Netware-Version 5.0 ausbügeln wollen. Das für den Sommer geplante Release soll wieder als Applikations-Server fungieren.

Um zum Glanz vergangener Zeiten zurückzukehren - laut Zeitler "liefen einmal die meisten Applikationen auf Netware" - wartet die Company nicht bis Sommer. Mit dem Partnerprogramm Novell Software Alliance hoffen die Netzwerker, Entwickler davon zu überzeugen, daß sie ihre Applikationen im Netz mit Hilfe der NDS verwalten. Schließlich habe Novell damit, so der Manager, die Basis für das Client-Network-Computing der Zukunft geschaffen, "das unsere Kunden den Workgroup-basierenden Domain-Systemen vorziehen".

Mitglieder der Novell Software Alliance können alle Funktionen der NDS in ihre Applikationen implementieren. Dazu erhalten sie nach Angaben von Novell umfangreiche Unterstützung. So gibt es für die Partner in der Entwicklungsphase eine eigene Entwickler-Web-Seite, Workshops, einen virtuellen Marktplatz sowie die Möglichkeit, Programme in den Novell-Testlabors zu prüfen und zertifizieren zu lassen.

Hierzulande sind bereits sieben Softwarehäuser der Allianz beigetreten: Oracle, Centura Deutschland, Tobit Software, HOB Elektronik, DCS GmbH, EES GmbH und die Megasys GmbH.