Mac-Virtualisierung

Parallels Desktop 5 ab sofort erhältlich

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Der Pionier der Mac-Virtualisierung Parallels unterstützt mit dem neuen "Parallels Desktop 5" jetzt auch Mac OS X 10.6 "Snow Leopard" als Host und Windows 7 als Gast.
Parallels Desktop 5 mit Windows 7 im "Crystal Mode"
Parallels Desktop 5 mit Windows 7 im "Crystal Mode"

Konkurrent VMware hatte sein neues "Fusion 3" vor einer Woche vorgestellt; Parallels zieht nun nach und präsentiert seine neueste Plattform zur Virtualisierung von Apple-Rechnern mit Intel-Prozessoren. Parallels Desktop 5 ist dabei nach Angaben des Herstellers 22 Prozent performanter "als der nächste Windows-auf-dem-Mac-Wettbewerber" (gemeint ist hier natürlich Fusion, allerdings wohl Version 2.x), soll aber auch deutlich schneller sein als die eigene Vorversion 4.0 (etwa bei der Steuerung der virtuellen Maschinen um bis zu 300 Prozent).

Aus Sicht des Anwenders finden sich die Verbesserungen vor allem in der deutlich leistungsfähigeren virtuellen 3D-Grafik. Dank WDDM-Treiber und Unterstützung für DirectX 9Ex mit Shader Model 3 sowie Open GL 2.1 läuft beispielsweise Windows 7 als Gast mit vollständiger Aero-Unterstützung inklusive Aero Flip 3D. Linux-Gäste profitieren ebenfalls von Open GL 2.1, aber auch von Paravirtualisierung mittels KVM. Parallels Desktop 5 unterstützt bis zu acht virtuelle CPUs sowie 64-Bit-Varianten von Windows und Snow Leopard Server.

Insgesamt enthält Parallels Desktop 5 mehr als 70 neue Features. Dazu gehören automatische Größenoptimierung von virtuellen Maschinen für beste Performance über den "Parallels Compressor", Unterstützung von Mac-Funktionen wie Trackpad-Gesten, horizontales Scrollen oder aktive Ecken im Vollbildmodus auch in Windows-Anwendungen, formatgetreues Copy and Paste von Texten und Layouts mit Bildern (sogar zwischen Windows- und Linux-Gästen) oder die Verteilung von Mac- und Windows-Programmen über mehrere Bildschirme hinweg.

Man muss schon etwas genauer hinschauen, um hier den Windows und Internet Explorer zu erkennen, so maclike sehen sie in Parallels Desktop 5 (auf Wunsch) aus.
Man muss schon etwas genauer hinschauen, um hier den Windows und Internet Explorer zu erkennen, so maclike sehen sie in Parallels Desktop 5 (auf Wunsch) aus.

Dem Parallels-Nutzer bleibt dabei selbst überlassen, wie viel Windows er auf seinem Mac sehen möchte. Dabei reicht die Bandbreite der Möglichkeiten vom Vollbild-Windows über Windows-Programme im Mac-Look bis hin zum neuen "Crystal Mode", in dem Windows vollständig unsichtbar wird.

Parallels Desktop 5.0 kostet 80 Euro, ein Update von früheren Versionen ist für 50 Euro erhältlich. Wer die seit kurzem erhältliche "Parallels Desktop 4.0 Switch to Mac Edition" gekauft hat, kann deren Schlüssel mit Version 5 weiterverwenden.

Zum Lieferumfang von Parallels Desktop 5.0 gehören verschiedene Tools, die einzeln gekauft rund 140 Euro kosten würden. Konkret sind dies Parallels Internet Security 2009 by Kaspersky (Einjahresabo) sowie die "Disk Director Suite 10" (Festplattenverwaltung) und "True Image Home 11" (Backup und Recovery) von Acronis.