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Paralleles Protokoll beschleunigt Web-Services

03.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit einem neuen Protokoll will Jonghun Park, Professor an der Pennsylvania State University, Web-Services Beine machen. Indem es Prozesse parallel statt seriell anspricht, lässt sich der Datentransfer zwischen einzelnen Anwendungen und Diensten um den Faktor zehn beschleunigen, verspricht Park. Damit sei das Protokoll vor allem für zeitkritische Anwendungen geeignet. Das "Order-based Deadlock Prevention Protocol with Parallel Requests" stellte Park vergangene Woche auf dem vom IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) ausgerichteten Saint 2003 (Symposium on Applications and the Internet) in Orlando vor.

Experten zeigten sich zwar beeindrukt von der Leistung, zweifelten aber dennoch an der Tauglichkeit für den praktischen Einsatz. Das dringlichste Problem der Web-Services sei nicht die Performance, sondern Themen wie Sicherheit und Zuverlässigkeit, sagte RedMonk-Analyst Stephen O´Grady. Er beklagte, dass sich Entwickler zwar um immer mehr Geschwindigkeit bemühten, die anderen Aspekte jedoch außen vor ließen. Park hielt entgegen, dass die heutigen Protokolle dann nicht mehr leistungsfähig genug sind, wenn Web-Services und Collaborative-Technologien in alltägliche Prozesse einfließen. (lex)