Make Munich 2014

Papier-Roboter, portabler Lasercutter-Bausatz, vibrierender Lernstift und Co.

Malte Jeschke war bis März 2016 Leitender Redakteur bei TecChannel. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich intensiv mit professionellen Drucklösungen und deren Einbindung in Netzwerke. Daneben gehört seit Anbeginn sein Interesse mobilen Rechnern und Windows-Betriebssystemen. Dank kaufmännischer Herkunft sind ihm Unternehmensanwendungen nicht fremd. Vor dem Start seiner journalistischen Laufbahn realisierte er unter anderem für Großunternehmen IT-Projekte.
Am ersten Novemberwochenende findet in München erneut die Maker-Messe Make Munich statt. Dort sind unter anderem Innovationen aus dem Bereich 3D-Druck, Do it yourself und Hacking zu sehen.
Der Name ist Programm: Make Munich 2014
Der Name ist Programm: Make Munich 2014
Foto: Make Munich

Zum zweiten Mal findet am 1. und 2. November die Make Munich in München statt. Dort treffen sich "Maker" aus ganz Deutschland und stellen ihre Innovationen vor. Beispiele gefällig? Zuri 01 ist ein Paperbotsystem, sprich ein Roboter-Bausatz aus Papier und Pappe, den Daniel Kocyba entwickelt hat. Die wesentlichen Werkzeuge, die man für den Zusammenbau benötigt, seien Cutter und Falzbein - so der Entwickler. Rund 15 Stunden dauert es, bis der Roboter fertig ist. Ums Rechnen kümmert sich ein Arduino, die Steuerung erfolgt via Bluetooth, für die Bewegung sind je nach Ausbaustufe 12 bis 18 Servos verantwortlich. Die Steuerung kann via PC oder Smartphone erfolgen. Es existieren zwei unterschiedliche Körpermodule sowie zwei Beinvarianten.

Mr Beam ist ein tragbarer Lasercutter. Mit dem Gerät lassen sich beispielsweise Materialien wie Pappe, Filz oder aber auch Schokolade zurechtschneiden. Zudem kann man Gravuren auf unterschiedlichen Werkstoffen durchführen, etwa auf Holz oder Leder. Mr Beam wird als Selbstbau-Kit angeboten und kann inzwischen sogar online vorbestellt werden. Das Gerät basiert auf einem einfachen Holzrahmen, die Montage sei mit einfachen Werkzeugen zu bewerkstelligen. Um die Steuerung kümmern sich eine Kombination aus Raspberry Pi und Arduino sowie eine Open-Soucre-Software. Die Motive werden via Web-Interface an Mr Beam übertragen. Den Lasercutter gibt es in zwei Größen, mit einer A4-Arbeitsfläche (Mr Beam Junior) und A2-Arbeitsfläche (Mr Beam Senior).

VibeWrite ist ein digitaler Stift, der Rechtschreibfehler erkennt und derlei Fauxpas mit einem Vibrieren quittiert. Der Stift erkennt die Handschrift, im Zusammenspiel mit entsprechenden Apps sollen sich vielfältige Einsatzszenarien ergeben. Der Stift verbindet sich drahtlos via WLAN oder Bluetooth mit PC oder mobilen Endgeräten wie Smartphones. Das Geschriebene wird so auf das digitale Gerät übertragen. Die App zeigt dann beispielsweise an, wie das falsch geschriebene Wort richtig geschrieben wird. Dieser Lernstift ist unter anderem als Schreiblernhilfe für Kinder gedacht, im Frühjahr 2015 soll ein Stift für Erwachsene folgen.

Neben entsprechenden Exponaten werden auf der Messe auch zahlreiche praktische Workshops angeboten. So kann man einfach Löten lernen anhand eines Bausatzes oder sich mit der Programmierung des Arduino vertraut machen.

Die Make Munich findet am 1. und 2. November in der Tonhalle in München statt. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zahlen keinen Eintritt. Das Tagesticket ist für 13 Euro zu haben, die 2-Tages-Variante kostet 23 Euro. (mje)