Datum-2000-Umfrage von Debis

"Panik ist nicht angebracht"

30.10.1998

So verschieden das Risiko beurteilt wird, so unterschiedlich sind auch die geschätzten Kosten für die Anpassung der DV. Mehr als die Hälfte der Debis-Kunden geben durchschnittlich weniger als fünf Prozent ihres Budgets für die Umstellung der Programme und Infrastruktur aus (siehe Grafik "Jahr-2000-Belastung").

Nach einer Erhebung der CW-Schwesterpublikation "Computerworld" unter 106 IT-Managern in den USA fließen dort 18 Prozent der DV-Kosten in die Beseitigung möglicher Jahr-2000-Probleme.

Zum Thema "Gefährdung der Industrie durch den Datumswechsel" befragte das Debis Systemhaus 100 Großunternehmen in Deutschland. Dazu sollten die Betriebe den durchschnittlichen Aufwand für die Umstellungsarbeiten und deren Fortschritt bewerten. Gleichzeitig wurde gefragt, ob noch genügend Zeit bleibe, um die offenen Punkte zu erledigen.

Danach sehen nur noch zwei Prozent der Unternehmen ein Restrisiko: "Panikmache ist in diesem Bereich also nicht angebracht", sagte Michael Gemeinhardt, Sprecher von Debis in Stuttgart. Offensichtlich hätten sich die Anwender gut auf die Jahrtausendwende vorbereitet. Bei dieser positiven Einschätzung gibt er jedoch zu bedenken, daß Debis ausschließlich Großunternehmen befragt hat.

Die Gartner Group erwartet, daß zum Jahr-2000-Wechsel in rund 15 Prozent aller US-Companies unternehmenskritische Systeme ausfallen. Ein Wert, der sich auch auf andere Länder übertragen lassen soll.