CES

Panasonic kündigt OLED-Fernseher mit 4K-Auflösung an

09.01.2013
Panasonic hat am Dienstag einen Flachbildfernseher mit einem 56 Zoll großen OLED-Display angekündigt.
Panasonic-Chef Kazuhiro Tsuga bei seiner Keynote zur CES 2013
Panasonic-Chef Kazuhiro Tsuga bei seiner Keynote zur CES 2013
Foto: Panasonic

Der Fernseher mit Ultra-HD-Auflösung (4K) soll dank spezieller Technik besonders günstig in der Produktion sein, sagte Panasonic-Präsident Kazuhiro Tsuga zum offiziellen Start der CES. Zuvor hatten auch Sony, LG und Samsung Fernseher mit organischem Display vorgestellt. Anders als LCD-Bildschirme benötigen OLEDs keine zusätzliche Beleuchtung und lassen sich besonders dünn gestalten. Zudem haben sie ein deutlich kontrastreicheres Bild.

Das Geschäft mit Fernsehern und flachen Displays stehe unter großem Druck und sei eines der schwierigsten, sagte Tsuga. Die Geräte würden immer günstiger. Um sich im Geschäft zu behaupten, müsse ein Unternehmen nach vorne gehen. Neue technologische Entwicklungen seien entscheidend. Auch er selbst, sagt Tsuga, sei in erster Linie Ingenieur.

Für das spezielle Herstellungsverfahren arbeitet Panasonic mit Sony zusammen. Dabei wird das organische Material in einer Art Druckverfahren aufgetragen. Es erfordert keine Vakuum-Umgebung mehr und kann für beliebig große Displays verwendet werden. Mit den einfachen Produktionsmethoden erhoffen sich die Unternehmen, OLED reif für den Massenmarkt zu machen.

Bislang sind selbst marktreife Fernseher wie der von LG angekündigte mit rund 12.000 Dollar noch sehr teuer. Auch Sony präsentierte einen Tag zuvor einen OLED-Fernseher mit 4K-Auflösung. Preise und Verfügbarkeit wurden allerdings nicht genannt. Bei dem Sony-Gerät handelt es sich wie bei Panasonics Flachbildfernseher noch um Prototypen.

Auf seiner Keynote präsentierte Tsuga auch ein Tablet mit einer Bildschirmdiagonale von 20 Zoll (51 cm), das ebenfalls mit 4K-Auflösung Bilder auf seinem Touch-Display darstellt. Das Gerät dürfte vor allem für den Einsatz in Unternehmen, etwa Baufirmen oder Architekturbüros sinnvoll sein. Das A3-Format eigne sich aber auch besonders gut zum Lesen von digitalen Tageszeitungen, erläuterte Tsuga nach seiner Rede einer Gruppe von Journalisten.

Für zusätzliche Medien-Dienste auf seinen Fernsehern geht Panasonic eine Partnerschaft mit SpecificMedia ein. Das Softwareunternehmen betreibt eine Online-Werbeplattform und hat zuletzt das Soziale Netzwerk MySpace übernommen. Als Produkt der Zusammenarbeit soll eine Art Programmführer in Panasonics Fernseher integriert werden, der neben dem aktuellen Fernsehprogramm auch anzeigt, was Freunde aus den Sozialen Netzwerken sehen oder empfehlen. (dpa/tc)

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