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PalmOne kann Verlust reduzieren

23.03.2004

Der Handheld-Hersteller palmOne konnte in seinem dritten Geschäftsquartal 2003/04 (Ende: 28. Februar) den Umsatz zu steigern und die Verluste zu reduzieren. Wie das Unternehmen aus Milpitas, Kalifornien, bekannt gab, kletterten die Einnahmen – nicht zuletzt dank der Übernahme des Konkurrenten Handspring – gegenüber dem Vorjahresquartal um rund 23 Prozent auf 242,5 Millionen Dollar. Gleichzeitig schrumpfte der Nettoverlust von 172,3 Millionen auf 9,3 Millionen Dollar oder 20 Cent pro Aktie. Die Company übertraf damit die Erwartungen der Analysten um Längen: Laut Umfrage von First Call Thomson hatten diese im Schnitt mit einem Minus von 33 Cent pro Aktie bei 211 Millionen Dollar Umsatz gerechnet.

Abzüglich Restrukturierungskosten, Wertberichtungen und anderer einmaliger Aufwendungen hätte palmOne mit 600.000 Dollar oder einem Cent pro Aktie die Gewinnzone erreicht. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte das damals noch als Hardwaresparte von Palm agierende Unternehmen einen Pro-forma-Verlust von 24,7 Millionen Dollar oder 85 Cent je Aktie verbucht.

CEO Todd Bradley führte die guten Ergebnisse insbesondere auf die starke Nachfrage nach dem Treo Smartphone zurück. Insgesamt verkaufte der Weltmarktführer palmOne im Berichtsquartal rund 938.000 Geräte. Der Durchschnittspreis je Handheld kletterte im Jahresvergleich von 169 auf 233 Dollar.

Im laufenden vierten Geschäftsquartal rechnet das Unternehmen mit 245 bis 255 Millionen Dollar Umsatz. Die Kalifornier haben es sich zum Ziel gesetzt, mehr Neukunden für seine Smartphones zu werben und die Zahl der Carrier zu erhöhen. Finanzchefin Judy Bruner warnte jedoch, die aktuelle Knappheit an LC-Displays für den Treo 600 könnte zu Lieferproblemen führen. Wenn die Versorgung ausreichend gedeckt sei, könnte palmOne deutlich mehr Smartphones absetzen. (mb)