Palm stellt Entwicklung des Foleo ein

05.09.2007
Palm hat sein Foleo-Projekt auf Eis gelegt. Wie das Unternehmen mitteilt, werde es sich auf die Entwicklung von nur noch einer Plattform konzentrieren, CEO Ed Colligan äußerte Zweifel, dass seine Entwickler parallel an zwei Systemen arbeiten können. Das Miniatur-Notebook wurde erst im Mai 2007 vorgestellt und sollte das mobile Business erleichtern.

Die Elektronikwelt ist extrem kurzlebig geworden, besonders im Bereich der Kommunikationsmedien überschlagen sich die Hersteller mit Neuheiten und treiben die Entwicklung in atemberaubendem Tempo voran. Auch Palm wollte neue Impulse setzen und präsentierte mit dem Foleo ein Miniatur-Notebook, das die Problematik der heutigen Smartphone-Entwicklung widerspiegelt: einerseits müssen die Geräte immer kleiner, andererseits immer leistungsfähiger werden und dabei auch noch gut bedienbar bleiben.

Doch mobile Endgeräte müssen nicht nur klein und schnell sondern vor allem eines sein: Massenmarkt-tauglich. Spätestens beim Blick auf Nokias Internet-Tablets dürfte der US-Hersteller realisiert haben, welche mögliche Gefahr er mit dem "Mobile Companion" eingeht: die Exoten begeistern zwar, lassen sich jedoch nur schwer verkaufen. Palm ist das Risiko anscheinend zu groß und hat das Projekt kurzerhand auf Eis gelegt.

Darüber hinaus hatte Palms CEO Ed Colligan Zweifel geäußert, dass sein Unternehmen parallel an zwei Plattformen arbeiten könne. Um die Entwicklung der "Next-Generation Platform" voranzubringen, werde der Foleo "nicht in seiner aktuellen Gestaltung" auf dem Markt erscheinen. Zwar werde die Zusammenarbeit mit Microsoft in der Entwicklung neuer Endgeräte ausgebaut, intern konzentriere man sich jedoch auf nur eine Plattform, so Colligan.

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