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Palm senkt Umsatzerwartung für Q3

03.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Handheld-Weltmarktführer Palm hat die Umsatzprognose für seine Ende Februar abgeschlossenes drittes Fiskalquartal von zuvor 230 bis 250 auf nun 205 bis 210 Millionen Dollar reduziert. Von Thomson First Call befragte Analysten gingen im Schnitt von 241,5 Millionen Dollar aus. Das Highend-Segment (sprich: "Tungsten T") des US-Markts habe sich unerwartet schwach entwickelt, erklärte das im kalifornischen Milpitas ansässige Unternehmen. Die Einstiegs- und Midrange-Geräte hätten sich dagegen im Rahmen der Erwartungen verkauft, und auch in Europa habe man starke Nachfrage verzeichnet. Die Bruttomarge im dritten Quartal werde knapp unter 30 Prozent liegen nach Werten im unteren 30-er Bereich in den beiden letzten Vierteljahren.

Weiter kündigte Palm an, es werde im dritten Quartal zuvor bereits angekündigte Abschreibungen für Restrukturierung und eine Neubewertung der eigenen Immobilien im Silicon Valley vornehmen. Die Restrukturierungskosten sollen 40 bis 45 Millionen Dollar betragen, die Wertberichtigung der Liegenschaften run 100 Millionen Dollar. Weitere knapp drei Millionen Dollar fallen als Sonderbelastung für die Beilegung juristischer Angelegenheiten an.

"Die wirtschaftliche Unsicherheit hat sich stärker als erwartet auf sowohl den Unternehmens- als auch den Consumer-Handheld-Markt ausgewirkt", klagt Eric Benhamou, Palms Chairman und CEO (Chief Executive Officer). Am Freitag vergangener Woche war die Palm-Aktie bereits um elf Prozent auf 11,60 Dollar gefallen, nachdem die Firma Entlassungen angekündigt (Computerwoche online berichtete) und ein J.P.-Morgan-Analyst sein Rating abgewertet hatte. Die Bilanz für das dritte Quartal veröffentlicht Palm am 20. März. (tc)