Palm Pre kurz vor Marktstart?

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Ein Betatester hat in seinem Micro-Blog exklusive Infos über das neue Palm-Smartphone "ausgezwitschert" – mit Absicht oder aus Versehen?

Nachdem es um das zu Jahresbeginn vorgestellte Touchscreen-Gerät wieder etwas ruhiger geworden ist, sorgt Jim Van, CEO des Softwareanbieters Logicomm, wieder für ein heftiges Brodeln in der Gerüchteküche. Über seinen Firmen-Account bei Twitter verbreitete er, dass das Palm Pre bereits Ende April beim amerikanischen Mobilfunkanbieter Sprint auf den Markt kommen soll. Für 299 Dollar mit Zweijahresvertrag wäre es fast schon ein Schnäppchen im Vergleich zum Apple iPhone.

Van selbst gab an, dass er zusammen mit anderen seit dem 26. März eine Betaversion des Geräts teste - mit voller Zufriedenheit. Der Akku sei sogar nach acht Stunden unterschiedlicher Nutzung noch fit, heißt es in einem seiner Tweets. In einem anderen Beitrag schwärmt er davon, wie gut der Facebook-Zugriff auf dem Palm Pre funktioniere. Twitter habe immerhin im zweiten Anlauf geklappt.

Da Palm bisher noch keine Angaben über den Marktstart des neuen Smartphones gemacht hat, sind die Informationen allerdings mit Vorsicht zu genießen - zumal Betatester in der Regel eine Stillschweigevereinbarung unterzeichnen müssen. Andererseits hat bereits der Chef des Palm-Investors Elevation Partners, Roger McNamee, im Zuge des geplanten Marktstarts von Pre mehrmals über die Stränge geschlagen. Anfang März übertrieb McNamee in einem TV-Interview die Funktionen des neuen Hoffnungsträgers so stark, dass Palm eine offizielle Richtigstellung herausgeben musste. Unter anderem hatte McNamee gesagt, das Palm Pre sei so schnell, dass es im Internet Kreise um das Apple iPhone drehe. Auch Betatester Van ist inzwischen ruhiger geworden, seine Twitter-Einträge sind nur noch für Freunde zugänglich. (mb)