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Palm: Mehr Nachfrage = weniger Verlust

25.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Handheld-Weltmarktführer Palm hat gestern nach US-Börsenschluss Zahlen zum Ende Mai abgeschlossenen vierten Quartal vorgelegt. In der Bilanz weist das Unternehmen einen Nettoverlust von 15 Millionen Dollar oder 51 Cent pro Aktie aus im Vergleich zu einem Fehlbetrag von 27,5 Millionen Dollar oder 95 Cent je Anteilschein im Vorjahreszeitraum. Das aktuelle Ergebnis enthält zwei Millionen Dollar Restrukturierungskosten und weitere 3,8 Millionen für den geplanten Spinoff der Softwaresparte Palmsource. Ohne diese beträgt der Proforma-Verlust 8,9 Millionen Dollar oder 30 Cent pro Aktie nach 27,8 Millionen Dollar oder 62 Cent je Anteilschein im Berichtszeitraum des Vorjahres. Die von Thomson First Call befragten Analysten hatten hier aktuell einen deutlich höheren Fehlbetrag von 93 Cent pro Aktie erwartet.

Der Quartalsumsatz ging im Jahresvergleich von 233,3 Millionen Dollar um drei Prozent auf 225,8 Millionen Dollar zurück. Im Hardwarebereich Palm Solutions fielen die Einnahmen von 226,4 auf 217,1 Millionen Dollar; bei Palmsource ging der Umsatz von 18,5 auf 17,3 Millionen Dollar zurück. Palm verkaufte im Laufe des vierten Quartals 931.000 PDAs (Personal Digital Assistants) im Vergleich zu einer Million im vorhergehenden dritten Quartal und 900.000 ein Jahr zuvor. Chairman und Interims-CEO (Chief Executive Officer) Eric Benhamou äußerte sich angesichts der weiterhin schwierigen Marktsituation zuversichtlich, dass Palm seine Möglichkeiten verbessert habe, einen größeren Shareholder Value zu erzielen.

Nachdem die Palm-Aktie gestern zum Nasdaq-Fixing 3,5 Prozent leichter bei 15,70 Dollar notiert hatte, stieg das Papier nach Veröffentlichung der Zahlen im nachbörslichen Handel bereits auf 16,80 Dollar. (tc)