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Paid Clicks: Einzig Google legt zu

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Aktuellen Daten von comScore zufolge verzeichnete Google bei den sogenannten Paid Clicks, einer Messgröße für den Umsatz bei der Online-Werbung, im Monat April einen deutlichen Anstieg.

Für die Konkurrenten Yahoo! und Microsoft ging es im April dagegen bergab. ComScore veröffentlichte seine Ergebnisse einer Meldung des "Wall Street Journal" zufolge am Mittwochabend gegenüber Analysten der Wall Street.

ComScore hat früher in diesem Jahr mehrmals einen Abschwung bei den Paid Clicks von Google gemeldet, damit den Aktienkurs des Internet-Konzerns gedrückt und Besorgnis um die Auswirkungen der US-Rezession auf Google geschürt. Paid Clicks zählen, wie oft Internet-Nutzer auf die Textanzeigen klicken, die zusammen mit den Suchergebnissen von Suchmaschinen ausgeliefert werden. Aktuell konnte Google hier laut comScore gegenüber dem Vorjahresmonat um 20 Prozent zulegen. Zuvor hatten die Marktforscher Google für das erste Quartal in den USA lediglich ein Plus von 1,8 Prozent bescheinigt. Zum Nasdaq-Fixing schloss die Google-Aktie gestern 14,76 Dollar fester bei 583 Dollar.

Google hatte zuvor argumentiert, sein langsameres Wachstum bei den Paid Clicks zu Jahresbeginn sei vor allem auf Qualitäts-Initiativen zurückzuführen, etwa die Verkleinerung von Anzeigen zwecks Vermeidung versehentlicher Klicks oder die Verringerung der Zahl angezeigter Textanzeigen bei bestimmten Abfragen.

ComScores Zahlen erfassen zwar nur einen Teil von Googles Business, sie gelten aber dennoch als ziemlicher akkurater Indikator für die Geschäftsentwicklung. Für Yahoo! ging es übrigens laut comScore im April bei den Paid Clicks gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,4 Prozent bergab, bei Microsoft fiel der Rückgang mit neun Prozent sogar noch deftiger aus. Die Microsoft-Aktie schloss an der Nasdaq gestern 13 Cent fester bei 28,31 Dollar; Yahoo! notierte neun Cent niedriger bei 27,07 Dollar.