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Ovum warnt vor Internet-Engpässen

22.12.1998
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das britische Marktforschungsinstitut Ovum Research warnt vor dramatischen Engpässen im weltumspannenden Internet, falls dessen Backbone nicht wie vorgesehen erweitert werde. "Wenn die neuen transatlantischen Glasfaserkabel nicht planmäßig verlegt werden können, bedeutet das einen chronischen Kapazitätsengpaß für Verbindungen mit den USA", heißt es in einer aktuellen Studie der Ovum-Analysten Daniel Bieler und Iain Stevenson. Das könne, so die Auguren, "zu einem so miserablen Angebot führen, daß die Entwicklung des Internet weltweit in Gefahr gerät". Ovum erwartet für das Jahr 2005 bereits 500 Millionen Internet-Teilnehmer weltweit. Von diesen sollen 206 Millionen Wählverbindungen nutzen und 17,5 Millionen über eine Standleitung verfügen. Weitere Prognosen der Auguren: 1. Der Internet-Markt in den USA soll bis zum Jahr 2002 annähernd gesättigt sein. Das Wachstum findet dann vornehmlich in Westeuropa und den entwickelten Bereichen Asiens statt, 2. Bis zum Jahr 2005 klettert die weltweite Netzlast im Internet auf sechs Terabit pro Sekunde, 3. Es ändern sich zwar die Kapazitäten, die Verteilungswege (Routen) bleiben aber bestehen, 4. Internet-Service-Provider (ISPs) müssen sich durch Mehrwertdienste von der Konkurrenz abheben, wenn sie überleben wollen. Die reine Bereitstellung von Leitungen verliert zunehmend an Bedeutung.