Colocation und Managed Services

Outsourcing im Aufwind

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
IDC erwartet einen stärken Trend zu Outsourcing- und Managed-Services. Auch Mini-Auslagerungen in Form von Colocation-Diensten scheinen gefragt.
Großbritannien ist Colocation-Vorreiter in Europa.
Großbritannien ist Colocation-Vorreiter in Europa.

IDC befragte im Auftrag des Colocation- und Managed Service-Providers Interxion 400 Unternehmen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden. In diesen vier Ländern wird der Markt für carrier-neutrale Colocation nach IDC-Schätzung bis 2013 um jährlich 23 Prozent wachsen. Im vergangenen Jahr betrug das Marktvolumen 725 Millionen Euro, in vier Jahren sollen es gut zwei Milliarden Euro sein.

Offenbar steigt also der Anteil von Colocation an einem nicht gerade rasant wachsenden Gesamtmarkt. Das heißt, dass immer mehr Unternehmen den Platz für ihre Server in Rechenzentren anmieten. Ein dritter Weg also zwischen hauseigenem Data Centre und Outsourcing.

Derzeit besteht in den vier Ländern eine Gemengelage. 95 Prozent der befragten Firmen verfügen noch über ein eigenes Rechenzentrum. Ein Fünftel nutzt darüber hinaus Angebote von IT-Outsourcing-Anbietern. Elf Prozent sind Kunden eines Colocation-Dienstleisters.

Cloud Computing bleibt in, meinen die Befragten.
Cloud Computing bleibt in, meinen die Befragten.

IDC geht davon aus, dass sich dem Trend zu Outsourcing und Managed Services auch Unternehmen anschließen werden, die das bislang konsequent verweigerten. Am weitesten ist Colocation in Großbritannien verbreitet, wo bereits ein Fünftel der Befragten diese Möglichkeit nutzt.

Mit einem Anteil von neun Prozent liegt Deutschland vor Frankreich mit sechs Prozent und hinter den Niederlanden mit elf Prozent. IDC geht von einem Netto-Wachstum von 5,2 Prozent für dieses Segment aus, wenn man neben carrier-neutralen auch carrier-basierte Angebote miteinbezieht.