Alternative Cloud-Storage

Outsourcing der Zukunft?

Dr. Klaus Manhart hat an der LMU München Logik/Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1999 ist er freier Fachautor für IT und Wissenschaft und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Uni München für Computersimulation. Schwerpunkte im Bereich IT-Journalismus sind Internet, Business-Computing, Linux und Mobilanwendungen.
Bislang praktizieren es noch wenig Unternehmen. Doch die Zukunft des Storage liegt in der Wolke: Die Langzeit-Archivierung von Daten in Clouds ist deutlich kostengünstiger als teure SAN- oder NAS-Technologien.

Die Archivierung von Langzeit-Unternehmensdaten kann ein Einstieg in das Cloud Computing sein. Durch die virtuelle Nutzung von Speicher und anderen IT-Resssourcen über das Internet lassen sich bis zu 30 Prozent der Kosten einsparen. Dennoch setzen bisher nur zehn Prozent der Unternehmen Cloud Computing ein, wie eine Studie der Managementberatung A.T. Kearney vor kurzem zeigte.

Dabei ist gerade für die Langzeitarchivierung das kosteneffiziente Cloud Storage eine intelligente Alternative zu teuren SAN- oder NAS-Technologien. Eine jederzeit verfügbare virtuelle Festplatte bietet praktisch unbegrenzten Speicherplatz zu sehr geringen Kosten - gemessen an der Total Cost of Ownership (TCO) für hausinterne Speichersysteme. Für diejenigen, die Clouds nutzen, ist die Auslagerung des Speichers auch die wichtigste Cloud-Anwendung, wie eine globale Avanade-Studie zeigte.

Regelbasierte Archivierung

Langfristig gewinnbringend ist die Cloud jedoch nur, wenn man zuvor die Unternehmensdaten sinnvoll und klar entsprechend den Compliance-Richtlinien strukturieren kann. Dazu braucht es Werkzeuge für die Datensicherung, Archivierung, Wiederherstellung und Verwendung digitaler Daten. Eine lückenlose Analyse des Datenbestandes ist Voraussetzung dafür.

In Clouds lassen sich am besten große Mengen unstrukturierter Daten und Archivmaterial verwalten. Diese können analysiert, gefiltert und dann aus der Cloud strukturiert wieder aufgerufen werden (Quelle: DataGlobal).
In Clouds lassen sich am besten große Mengen unstrukturierter Daten und Archivmaterial verwalten. Diese können analysiert, gefiltert und dann aus der Cloud strukturiert wieder aufgerufen werden (Quelle: DataGlobal).

Die Policies werden dann zentral und hoch automatisiert ausgeführt und sorgen für vollständige Transparenz über alle Daten und Ressourcen in heterogenen, verteilten Speicherumgebungen. Auf dieser Grundlage erfolgt dann die regelbasierte Migration oder Archivierung, wobei die Daten an das jeweils optimale Speichermedium ausgelagert werden. "Mit diesem Ansatz können Unternehmen von Einsparpotenzialen bis zu 30 Prozent und mehr profitieren", heißt es in einem Statement des IT-Dienstleisters DataGlobal, das Management-Lösungen für heterogene Speicherlandschaften anbietet. Tipps, was Sie alles bei Cloud Storage beachten müssen, finden Sie in einem eigenen Computerwoche-Beitrag.