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Outlook kehrt zurück auf den Mac

Thomas Cloer
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Die Macintosh Business Unit (MacBU) von Microsoft hat gestern Neuerungen zum aktuellen Büropaket Office 2008 und zu dessen Nachfolger angekündigt.
Entourage wird im nächsten Mac-Office durch ein Outlook ersetzt.
Entourage wird im nächsten Mac-Office durch ein Outlook ersetzt.

Das Wichtigste zuerst: Das nächste Office-Paket für den Mac kommt voraussichtlich Ende nächsten Jahres und wird dann wie das PC-Pendant ein Outlook enthalten. Die Office-Pakete, die Microsoft zuletzt für Mac OS X angeboten hatte, kamen mit einem anderen PIM-Programm namens "Entourage", das sich leider weder in die Apple- noch in die Microsoft-Welt sonderlich gut einfügte.

Das kommende Outlook für den Mac wird, so viel verriet Microsoft gestern schon, modern in Cocoa programmiert sein, eine schnelle und dateibasierende Datenbank enthalten, die man mit Time Machine sichern und mit Spotlight durchsuchen kann (womit sich wohl auch weiterhin die Frage nach dem Im- und Export von .PST-Postfächern aus Windows-Outlook stellen wird), und das Management von Informationsrechten unterstützen.

Microsoft weiß natürlich auch, dass es bis Ende 2010 noch recht lange hin ist. Deswegen bekommen aktuelle Unternehmensnutzer von Entourage jetzt erst einmal die Entourage 2008 Web Services Edition kostenlos zum Download (bisher nur Englisch und Japanisch). Statt langsam und instabil über WebDAV greift diese über Web Services auf einen Exchange Server zu. Voraussetzung dafür ist allerdings Exchange ab Version 2007 SP1 RU4 (noch nicht unbedingt flächendeckend anzutreffen) als Gegenstück.

Außerdem ändert der Redmonder Konzern die Vermarktung des vorerst noch aktuellen Office 2008. Die erfolglose "Special Media Edition" wird aus dem Programm genommen; die Medienverwaltung "Expression Media" bietet Microsoft stattdessen standalone an. Office 2008 ist ab 15. September nur noch als Home and Student Edition in gelber sowie als Business Edition in schwarzer Verpackung erhältlich. Die Business Edition kostet in Deutschland nach Liste 549 Euro (Upgrade 299 Euro). Dieser Preis ist unverständlich hoch - US-Kunden zahlen für das Paket 399,95 Dollar, und eine derart hohe Differenz lässt sich nicht mehr mit Steuern und Aufwand für l10n rechtfertigen.

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