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Vorbild Tesco

Otto denkt über Lebensmittelverkauf im Netz nach

28.06.2010
Der Hamburger Otto-Konzern denkt wieder über den Verkauf von Lebensmitteln über das Internet nach.
Otto-Chef Hans-Otto Schrader (Fotos: Otto Group)
Otto-Chef Hans-Otto Schrader (Fotos: Otto Group)
Foto: Otto Group

Der britische Handelskonzern Tesco diene dabei als ein Vorbild, sagte Otto-Chef Hans-Otto Schrader der "Lebensmittel Zeitung". "Tesco macht ein großartiges Geschäft. Mit dem richtigen Konzept geht das auch in Deutschland", sagte er. Otto suche derzeit nach einem leistungsstarken, national aufgestellten Partner aus dem Lebensmittel-Einzelhandel.

Ein ähnlicher Versuch war vor einigen Jahren schon einmal gescheitert. Die Vermarktung von Lebensmitteln über das Internet gilt als schwierig. Während in Deutschland inzwischen rund 33 Millionen Menschen jährlich für 15,5 Milliarden Euro Waren im Internet bestellen, fristen Lebensmittel hier ein Schattendasein. Der online erzielte Umsatzanteil erreicht an dem 150 Milliarden Euro großen Lebensmittel-Markt gerade einmal 0,5 Prozent und beschränkt sich im wesentlichen auf Spezialitäten und Delikatessen.

Obwohl Umfragen immer wieder ein hohes Verbraucherinteresse bescheinigen, zeigten stationäre Filialisten wie Rewe, Edeka oder Lidl bisher wenig Engagement oder konzentrieren sich auf den Verkauf von Nonfood-Artikeln. Schrader glaubt, aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben. "Den meisten Ansätzen fehlt die nötige Marketing-Power. Die hätten wir", sagte er dem Fachblatt. (dpa/tc)