Ortsnetze Ost bis 1997 modernisiert Neue Bundeslaender werden deutsches TK-Schlaraffenland

26.08.1994

BERLIN (vwd) - Die Modernisierung der Ortsnetze in den neuen Bundeslaendern wird nach Angaben der Telekom bis 1997, zwei bis drei Jahre frueher als im Westen Deutschlands, abgeschlossen sein.

Das Bonner Postunternehmen hat mittlerweile, wie der bisher fuer den Aufbau Ost zustaendige Telekom-Vorstand Wilhelm Paellmann in Berlin mitteilte, in Ostdeutschland rund siebzig Prozent der Ortsnetze modernisiert und erweitert. Bei der Versorgung mit Hoerfunk- und Fernsehprogrammen gebe es, so Paellmann, kaum noch Unterschiede zum Westen. Danach verfuegen ueber zwei Millionen Wohnungen ueber einen Kabelanschluss, von denen rund 60 Prozent auch bereits genutzt wuerden. Zudem sei das digitale Fernnetz voll ausgebaut worden. Nach Angaben von Paellmann, der jetzt an Stelle des Anfang Juni verstorbenen Telekom-Vorstandes Dieter Gallist fuer den Bereich "Privatkunden" zustaendig ist, erwartet die Telekom fuer Ost-Berlin und die neuen Bundeslaender 1994 einen Umsatz von etwa sechs Milliarden Mark; spaetestens zur Jahrtausendwende werde man in die schwarzen Zahlen kommen. Die Investitionen in diesem Jahr bezifferte der Telekom-Vorstand auf sieben bis acht Milliarden Mark.

Fuer den Grossraum Berlin hat die Telekom bereits 1993 das Projekt "Metropole Berlin-Brandenburg" gestartet, mit dem Ziel, ein modernes Glasfasernetz zu errichten. Der Netzteil Berlin des Informationsverbundes Bonn-Berlin (IVBB) ist schon in Betrieb und verbindet die Aussenstellen von sieben Ministerien mit den Mutterhaeusern in Bonn.