Ordnung auf dem SAP-Desktop

Vice President Software & SaaS Markets PAC Germany
Eine SAP-R/3-Installation besteht üblicherweise aus Entwicklungs-, Konsolidierungs- und Produktivsystem. Diese Systeme können wiederum in Mandanten untergliedert sein. Endbenutzer am einzelnen PC arbeiten meistens in einem Mandanten eines Produktivsystems.

Administratoren und SAP-Entwickler bewegen sich dagegen auf allen drei Ebenen des Systems, oft auch in unterschiedlichen Mandanten. Mitunter verwenden sie dabei verschiedene Benutzeranmeldungen, um zum Beispiel Probleme mit Berechtigungen nachvollziehen zu können. Diese Anwender verlieren rasch die Übersicht, wenn sie viele Sapgui-Fenster öffnen müssen: Das Umschalten lenkt ab und führt zu falschen Eingaben und Verwechslungen.

Mit solchen Problemen hatte der SAP-Spezialist Frank Kempf zu kämpfen und schrieb mit "Rada R3" einen virtuellen Desktop für den Zugriff auf R/3 via Windows. Damit lassen sich mehrere Sapgui-Fenster bequem verwalten. Sobald der Anwender eine Sapgui-Sitzung beginnt, erscheint in einem kleinen Fenster ein zugehöriges Icon. Über diese Schaltfläche kann er zwischen bis zu sechs Screens wechseln. Beim Anklicken öffnet sich das Fenster in voller Größe. Die unlängst freigegebene Version 2.3 des Tools klinkt sich als zusätzliche Schaltfläche in den Sapgui ein.

Das Programm lässt sich sehr einfach installieren und belegt etwa 1,5 MB Arbeitsspeicher. Ein Setup ist nicht erforderlich, so dass SAP-Nutzer das Tool über ein Netzlaufwerk oder von einem Memory Stick starten können. Laut Kempf arbeitet das Werkzeug mit allen Sapgui-Versionen einschließlich Release 6.40 zusammen.

Kempf verlangt für das Werkzeug 50 Euro pro Arbeitsplatz. Fünf Lizenzen kosten 200 Euro, eine Site-Lizenz 500 Euro. Der Preis beinhaltet eine gebührenfreie Update-Garantie für den gesamten Lebenszyklus des Produkts. (fn)

CW-FAZIT: Wer sich vor lauter Sapgui-Masken nicht mehr zurechtfindet, dürfte für Rada R3 dankbar sein.