Privatsphäre unterwegs schützen

Orbot bietet TOR-Funktion für Android

Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
TOR ist mehr als nur ein Projekt gegen Zensur. Das System kann auch die Privatsphäre von jedem Einzelnen schützen. Das System gibt es nicht nur für den PC, auch für Android steht die passende App bereit.

The Onion Router, kurz TOR, ist eine Sammlung von Programmen, mit denen Nutzer sich gegen Zensur und Überwachung wehren können. TOR lenkt Internet-Verbindungen durch ein Netzwerk von Knotenpunkten, so dass eine Nachverfolgung oder eine Identifizierung des Nutzers unmöglich oder zumindest erschwert wird.

Orbot ist die offizielle Android-Variante von TOR. Auf Geräten mit Root-Zugriff kann Orbot direkt nach der Installation alle App-Verbindungen durch das TOR-Netzwerk routen, alternativ kann man wählen, welche Applikation per TOR mit dem Web kommuniziert. Rooting ist allerdings keine Voraussetzung, um Orbot nutzen zu können.

Android-Nutzer ohne Root-Funktion können die Software ebenfalls verwenden, müssen dann aber zusätzliche Apps installieren. So arbeitet beispielsweise der mobile Firefox mit dem Addon Proxy Mobile mit Orbot zusammen. Chats lassen sich mit Hilfe der App Gibberbot über das TOR-Netzwerk leiten.

Fazit

TOR ist nicht nur für Regimekritiker in diktatorisch geführten Ländern, sondern hilft auch beim Schutz der eigenen Privatsphäre. Der Dienst verhindert, dass Firmen Daten sammeln und so gezielte Profile erstellen können. Inzwischen ist TOR dank zahlreicher Freiwilliger gut ausgebaut, die Verbindungen sind zwar etwas langsamer aber man kann dennoch angenehm damit surfen.