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Oracle will In-Memory-Datenbanken stärker vermarkten

11.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Zu den vielen Übernahmen Oracles in diesem Jahr zählt auch die Aquisition von TimesTen im vergangenen Juni. Oracle hat nun eine neue Version von dessen In-Memory-Datenbank vorgestellt. Im Unterschied zu herkömmlichen Datenbanken speichert sie Daten nicht auf Platten sondern im Hauptspeicher. Dadurch lassen sich Zugriffszeiten reduzieren. Bislang werden In-Memory-Datenbanken in erster Linie von Investmenthäusern genutzt, die damit aktuelle Börsenkurse speichern. Daneben nutzen beispielsweise Mobilfunkanbieter die Software für das Billing, um zu überprüfen ob ein Prepaid-Kunde noch genügend Guthaben hat, um ein Gespräch zu führen.

Oracle will die Technik nun offensiv bewerben und so das Interesse in anderen Branchen wecken. Laut Tim Payne, Vice President Technology Marketing bei Oracle EMEA, eignet sich die Software für den Einsatz in Business-Intelligence-Systemen oder die schnellere Bereitstellung von Kundendaten in Call-Centern.

Laut Oracle bietet die nun erscheinende Version 6 eine vierfache Verbesserung der Cache-Update-Perfomance, die Cache-Ladezeite habe sich ebenfalls verbessert. Die Software unterstützt die aktuelle Oracle-Datenbank "10g Release 2" sowie Structured Query Language (SQL) und Java Apis wie JDBC 3.0 (Java Database Connectivity).

Die Preisspanne für TimesTen beginnt bei 12.000 Dollar pro CPU bei einem Speichervolumen von 2 GB. Laut Oracle kostet eine typische Installation auf zwei Servern mit vier CPUs etwa 200.000 Dollar.

TimesTen lässt sich auch zusammen mit Datenbanken anderer Hersteller einsetzen. Das soll auch so bleiben, "solange Kunden das nachfragen", so Payne. (rg)