TomorrowNow und kein Ende

Oracle könnte 357 Millionen Dollar von SAP kassieren

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Der Rechtsstreit zwischen Oracle und SAP um die Drittwartung durch TomorrowNow ist am Freitag in eine weitere Runde gegangen.

Zuerst die (für SAP) gute Nachricht: Der 9th U.S. Circuits Court of Appeals in San Francisco hat Oracle nicht die früher schon einmal zugebilligte und später deutlich reduzierte Geldstrafe von 1,3 Milliarden Dollar erneut zugesprochen. Und jetzt die schlechte: Oracle soll von SAP entweder 356,7 Millionen Dollar Entschädigung bekommen oder den Prozess noch einmal neu aufrollen können. Sprecher von sowohl SAP als Oracle äußerten sich am Freitag vergangener Woche zunächst erfreut über den Richterspruch. Für welche Option Oracle sich entscheidet, blieb zunächst unklar.

Oracle-Zentrale in Redwood Shores, Kalifornien
Oracle-Zentrale in Redwood Shores, Kalifornien
Foto: Oracle

Das Statement von Oracle-Generaljustiziar Dorian Daley fiel dabei ziemlich knackig aus. "Wir sind begeistert über diese richtungsweisende Zahlung und extrem erfreut, dass unsere Bemühungen, Innovation und die Interessen unserer Aktionäre zu schützen, gebührend belohnt werden", zitiert "Business Insider" den Oracle-Anwalt. "Das ist ein deutliches Signal an all jene, die lieber betrügen als fair und legal konkurrieren würden" - damit dürfte nicht zuletzt Rimini Street gemeint sein, das Oracle ebenfalls vor den Kadi gezerrt hat.