Kostenproblem

Oracle hofft aufs Cloud Computing

20.12.2013
Das vergangene Quartal lief durchwachsen für den Software-Konzern Oracle. Für die nahe Zukunft setzt der SAP-Rivale auf einen Schub durch seine Angebote im Cloud Computing.

Der SAP-Rivale Oracle hofft auf einen Schub durch das Cloud Computing. Die Buchungen in diesem Bereich hätten im vergangenen Quartal um 35 Prozent zugenommen, sagte Konzernchef Larry Ellison in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Im laufenden Quartal soll dieser gute Lauf dabei helfen, den gesamten Konzernumsatz um zwei bis sechs Prozent zu steigern.

Oracle-Boss Larry Ellison (hier auf der Hausmesse OpenWorld 2013)
Oracle-Boss Larry Ellison (hier auf der Hausmesse OpenWorld 2013)
Foto: Oracle

Im zweiten Geschäftsquartal von September bis November war der Umsatz um vergleichsweise magere zwei Prozent auf 9,3 Milliarden Dollar (umgerechnet 6,8 Milliarden Euro) gewachsen, wie der Konzern am Mittwoch mitgeteilt hatte. Vor allem das Neugeschäft mit klassischen Software-Lizenzen lief nach einem wahren Boom im Vorjahreszeitraum eher mau. Zudem hat Oracle immer noch Probleme, seine leistungsstarken Firmenrechner an die Kunden zu bringen, wenngleich die Lage mittlerweile weniger dramatisch aussieht als früher.

Der Quartalsgewinn fiel angesichts deutlich gestiegener Vertriebs- und Marketing-Kosten um ein Prozent auf unterm Strich 2,6 Milliarden Dollar. Doch die Anleger erwarten wie das Unternehmen eine Besserung durchs Cloud Computing, bei dem Daten und Programme zentral auf leistungsstarken Rechnern lagern und laufen. Die Oracle-Aktie stieg am Donnerstag um fast fünf Prozent. (dpa/tc)