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Oracle greift nach i-flex-Mehrheit

27.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Einem Bericht der "Financial Times" zufolge verhandelt Oracle gegenwärtig mit der US-Großbank Citigroup über die Übernahme einer Mehrheit an i-flex solutions. Diese indische Softwarefirma beschäftigt rund 4500 Mitarbeiter und liefert eine der führenden Softwareplattformen für Banken. Die britischen Analysten von Ovum zeigen sich angesichts der Meldung alles andere als überrascht - sie rechnen ohnehin mit weiteren Akquisitionen des US-Softwarekonzerns, speziell seit dieser den "Dealmaker" Greg Maffei angeheuert hat.

Oracle habe Business-Anwendungen traditionell eher horizontal gesehen, schreibt Ovums Practice Leader David Mitchell. Doch schon die letzten Zukäufe von Retek, ProfitLogic und Times Ten hätten eine stärkere Vertikalisierung und einen Wechsel des Fokus in Richtung branchenspezifischer Applikationen gezeigt. Zu den Schüsselindustrien, in denen sich Oracle stark aufstellen wolle, gehören aus Sicht des Experten Finanzdienstleistungen (und hier insbesondere Banken), Telekommunikation und Handel. Diese gehörten zu den informationsintensivsten mit entsprechend hohen Investitionen in IT. (tc)