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Oracle bringt 10g als Notebook-Version

11.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Oracle hat seine 10g-Datenbank als "Lite"-Version freigegeben. Das auf Endgeräte wie Notebooks und PDAs zugeschnittene Release soll das Grid-Konzept des Herstellers auch auf mobile Mitarbeiter ausweiten. Ein Highlight der neuen Version ist, dass mit dem Datenabgleich zwischen Endgerät und Backend-Server automatisch auch die Applikationen synchronisiert werden. Bislang erfolgte dieser Vorgang in separaten Operationen. Eine Datenbankanwendung lässt sich im Offline-Modus betreiben und erst dann mit dem Server verbinden, sobald Software-Updates benötigt werden.

Ebenfalls neu ist ein als "Mobile Manager" bezeichnetes Feature. Dabei handelt es sich um eine Web-basierende Administrationskonsole für das Applikations-, System-, Sicherheits- und Geräte-Management. Von ihr aus kann man beispielsweise feststellen, ob ein Mobile Device die Grenzen seiner Speicherkapazität erreicht hat. Sollte dies der Fall sein, hat der Administrator die Möglichkeit, die dem Gerät zugeordneten Dateien auf dem Server abzuspecken und sie mit der nächsten Synchronisation zu übertragen.

Oracle Database Lite 10g unterstützt Java- sowie .NET-Applikationen (ADO.NET) und konkurriert mit Produkten wie IBMs "DB2 Everyplace" oder "SQL Anywhere " von Sybase. Als Betriebssysteme kommen Linux, Windows CE, Palm OS und Pocket PC in Frage, der Preis beträgt 100 Dollar pro eingetragenen User und setzt eine komplette 10g-Version am Server voraus. (ue)