Restrukturierung

Oracle bereitet weitere Einschnitte vor

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
In einem Dokument für die US-Börsenaufsicht SEC berichtet Oracle davon, dass die Restrukturierung im Verlauf des Fiskaljahres 2010 Fahrt aufnehmen wird.

In einem Bericht an die US-Börsenaufsicht SEC nennt Oracle finanzielle Details zum laufenden Restrukturierungsprozess. Demnach gab der Konzern im ersten Fiskalquartal (Ende:31. August) hierfür 48 Millionen Dollar aus. Der Großteil der Aufwendungen fällt laut Oracle im Verlauf des Fiskaljahres 2010 an. Oracle bezifferte die Summe auf rund 300 Millionen Dollar. Die Restrukturierungskosten beliefen sich in den Fiskaljahren 2008 und 2009 laut Geschäftsberichten auf 41 Millionen respektive 117 Millionen Dollar.

Die Vermutung liegt nahe, dass sich die aktuell geplanten Restrukturierungsaufwendungen auf die Integration von Sun Microsystems beziehen. Der Deal schwebt derzeit jedoch im Vakuum, da die EU-Wettbewerbshüter die Akquisition genauer kontrollieren wollen. Oracle hat in den vergangenen zwei Quartalen die Mitarbeiterzahl jeweils um rund 900 reduziert. Zuletzt beschäftigte der Konzern etwa 84.600 Mitarbeiter. Die Quartalszahlen waren vor einer Woche durchwachsen ausgefallen: Während der Umsatz einknickte, wuchsen die Gewinne um vier Prozent.