Oracle Database 11g Release 2

Optimiertes Grid-Computing

Dr. Klaus Manhart hat an der LMU München Logik/Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1999 ist er freier Fachautor für IT und Wissenschaft und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Uni München für Computersimulation. Schwerpunkte im Bereich IT-Journalismus sind Internet, Business-Computing, Linux und Mobilanwendungen.
Release 2 der Oracle Datenbank 11g ist optimiert für Grid-Computing. Mit dem integrierten "Grid Plug and Play" für das Server-Pooling lassen sich Ressourcen in Grid-Umgebungen besser bereitstellen und verwalten.

Oracle hat Oracle Database 11g Release 2 veröffentlicht. Es soll Unternehmen helfen, die IT-Kosten zu senken und die Servicequalität zu verbessern. Die Kosteneinsparungen sollen durch eine verbesserte Ressourcenbereitstellung in Grid-Umgebungen und eine vereinfachte Verwaltung von Datenbank-Grids erzielt werden.

„Cloud Computing ist eigentlich nichts anderes als das, was wir als Grid Computing schon jahrelang machen“, sagt Andy Mendelsohn, Oracle Senior VP of Database Server Technologies.
„Cloud Computing ist eigentlich nichts anderes als das, was wir als Grid Computing schon jahrelang machen“, sagt Andy Mendelsohn, Oracle Senior VP of Database Server Technologies.
Foto: oracle

Für "Grid Computing" steht das "g" in "11g". Es soll die Last der Datenbank auf mehrere Server verteilen und erlauben, mehrere Rechenzentrumsstandorte in das Grid einzubinden. Damit können beispielsweise viele kleine Linux-Server eine ähnliche Leistung wie ein Hochleistungsserver erzielen. Diese Fähigkeiten baut Oracle mit Release 2 durch Plug&Play aus.

Einfache Grid-Einbindung

Technisch gesehen handelt es sich bei der Grid-Infrastruktur um ein gemeinsames Home-Verzeichnis der Oracle Clusterware und der ASM Datenbank. Beide wurden mit 11g Release 2 in ein gemeinsames Home integriert. Da die Clusterware komplett Rolling-Upgrade-fähig sind, kann jedes Betriebsystem- und Grid-Infrastruktur-Upgrade online durchgeführt werden.

Zugleich hat Oracle eine neue Datenbank-Option namens Oracle RAC One Node veröffentlicht. Damit sollen Unternehmen auch weniger geschäftskritische Datenbankumgebungen in eine Grid-Umgebung einbinden können.

Eine verbesserte Kompression und Partitionierung in der neuen Oracle-Database soll zudem das Datenvolumen auf 25 bis 50 Prozent reduzieren. Außerdem wurde das automatische Storage-Management erweitert, so dass Backup-Server produktiver genutzt werden können. Darüber hinaus verspricht Oracle eine höhere Leistung für Data Warehouses. In Kombination mit der Oracle Database Machine soll sich die Query-Performance verzehnfachen lassen. Oracle Database 11g Release 2 steht zu Testzwecken kostenlos zum Download bereit.