Mini-Browser Vaporware

Opera schießt Eigentor gegen Apples iPhone

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Die Berichte, wonach Apple den Handy-Browser Opera Mini aus seinem App Store schnöde ausgeschlossen hat, waren offensichtlich verfrüht.

Die Vorwürfe, Apple würde den Mobil-Browser Opera Mini zum Schutz des eigenen Safari-Browsers vom iPhone fernhalten, waren überzogen. Dabei hätten sie perfekt ins Bild gepasst, denn es gehört derzeit zum guten Ton bei Tool-Entwicklern, über Apples restriktive App-Store-Politik zu lästern. Opera-Sprecher Tor Odland jedenfalls ruderte jetzt zurück und widersprach seinem CEO: "Opera hat noch keine Version von Opera Mini an Apples App Store übermittelt, könnte dies jedoch in Zukunft tun", so der Sprecher laut der amerikanischen CW-Schwesterpublikation "PC World".

Odland bestätigte indes, dass eine Initialversion des Opera Mini für die iPhone-Plattform entwickelt wurde. Er sei sich sicher, dass viele Nutzer diese aufgrund ihrer Geschwindigkeit auf dem iPhone ausprobieren würden. Interessante Hintergründe zum "Missverständnis" und der Opera-Strategie finden sich im Blog "Daring Fireball".