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Opera plant Börsengang

09.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Um Kapital für den Wettkampf mit Branchenprimus Microsoft aufzunehmen, will die norwegische Browser-Schmiede Opera Software ASA im März einen Börsengang beantragen. Nachdem die Company Technik und Geschäft neun Jahre lang entwickelt sowie verfeinert habe, sei Opera nun reif für ein Going Public, so CEO Jon von Tetzchner. Der Firmenchef verspricht sich davon insbesondere mehr Flexibilität, um die Position im Browser-Geschäft auszubauen. Der auf einen Wert von einer Milliarde norwegischer Kronen (etwa 114 Millionen Euro) taxierte Anbieter plant eine Notierung an der Osloer Börse, das Volumen des IPO (Initial Public Offering) steht noch nicht genau fest.

Der Zeitpunkt ist günstig: Im Geschäftsjahr 2003 erzielte der zunehmend auf den Handy-Markt schielende Miniatur-Browser-Anbieter einen Gewinn von 1.3 Millionen norwegischen Kronen (rund 150.000 Euro) vor Zinsen und Steuern (Ebit). 2002 hatte die Company noch einem Ebit-Verlust von 21 Millionen Kronen verbucht. Die Einnahmen kletterten im Jahresvergleich um mehr als 50 Prozent von 51 Millionen auf 78,5 Millionen Kronen (knapp neun Millionen Euro). (mb)