Web

Browser im Test

Opera 10.51

08.04.2010
Von Till Wortmann
Opera 10.51 ist ein schlanker Browser zum Surfen im Internet. Im Test überraschte der Norweger durch durchdachte Funktionen und zügigen Seitenaufbau. Die Freeware zeigte aber auch Schwächen. Als Zweit-Browser neben Mozilla Firefox ist Opera aber eine gute Wahl.

Erster Eindruck: schick und modern. Das Bedienkonzept weicht von Firefox und Internet Explorer etwas ab und ist daher gewöhnungsbedürftig. Bei manchen Webseiten hatten wir das Gefühl, dass der schlanke Browser sie einen Tick schneller aufbaut als die Konkurrenten. Bei komplexen Sites mit Javascript & Co. kam es dagegen manchmal zu Verzögerungen. Dabei hilft der neue Turbo-Modus dann auch nicht – im Gegenteil, der macht das Ganze gelegentlich sogar noch langsamer. Dieser Eindruck ist jedoch eher gefühlt, genau messen lässt es sich schwer.

Foto:

Gut gefällt uns, dass der Browser in der Eingabezeile die geladenen Seitenelemente hochzählt – die Konkurrenz verschweigt dies. Leider gibt es immer noch Webseiten, die Opera nicht unterstützen – statt einem Bild erscheint dann nur der Platzhalter-Text „Bild“. Mit Widgets lässt sich der Browser aufpeppen. Gut: Opera verstaut die Mini-Programme in einer ausklappbaren Randleiste – so bleibt der Monitor stets aufgeräumt. Sind mehrere Tabs offen, sieht der Nutzer beim Überfahren eines Tabs eine Vorschau der jeweiligen Seite. Praktisch: Opera speichert neben Passwörtern auch wiederkehrende Eingaben in Formularen – das spart Zeit.

Mit Opera Unite springt Opera etwas verspätet auf den Web 2.0-Zug. Die Community mit Photo-Sharing und Blog ist schnell aktiviert und hat sich im Test durch einfachen Datenaustausch zwischen zwei PCs bewährt. Der Account für Unite eignet sich auch dazu, Lesezeichen mit Opera-Mini, dem Browser für mobile Endgeräte, zu synchronisieren.

Update: Mit der Version 10.51 werden einige kleineren Bugs beseitigt und vor allem Sicherheitslücken von Version 10.50 geschlossen. Insgesamt läuft der Browser nun noch schneller und stabiler, was nicht zuletzt an einer verbesserten Carakan JavaScript Engine liegt.

Fazit: Der kleine Flitzer aus der Browser-Schmiede in Oslo überrascht angenehm durch zahlreiche Finnessen, zum Massenbrowser reicht´s aber nicht.

Alternative: Mozilla Firefox schneidet in Bezug auf Bedienkomfort und Performance sehr gut ab. Mehr darüber finden Sie hier: Alle aktuellen Browser im Benchmark

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 1,5
Bedienung (35%): Note 3,0
Dokumentation (5%): Note 3,0
Installation/De-Installation (5%): Note 1,0
Systemanforderungen (5%): Note 1,0

GESAMTNOTE: 2,1

Anbieter:

Opera Software

Weblink:

www.opera.com

Preis:

kostenlos

Betriebssysteme:

Windows XP, Vista, Win 7, Mac, Linux

Plattenplatz:

ca. 25,3 MB

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag der CW-Schwesterpublikation PC-Welt. (mhr)