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OpenVMS auf Itanium macht Fortschritte

10.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Hewlett-Packard (HP) hat nach eigenen Angaben eine Entwicklerversion des auf seine "Integrity"-Itanium-Server portierten Digital-Betriebssystems "OpenVMS" so weit fertig, dass diese an Softwareentwickler und Schlüsselkunden gehen kann. OpenVMS, dass unter anderem für seine ausgefeilten Netz- und Clustering-Fähigkeiten bekannt ist, wurde ursprünglich für die "VAX"- und Alpha-Server von Digital (das zunächst von Compaq, dieses dann wiederum von HP übernommen wurde) entwickelt. HP plant weiterhin, den endgültigen Itanium-Port in der zweiten Hälfte des Jahres auf den Markt zu bringen. Die 500 wichtigsten OpenVMS-ISVs (Independent Software Vendors) arbeiteten bereits an der Anpassung ihrer Applikationen.

HP betonte zudem erneut, es werde auch das auf Hochverfügbarkeit ausgelegte "Nonstop"-Unix samt korrespondierendem Datenbank-Management-System auf die Integrity-Familie portieren. Nonstop hatte HP gleichfalls von Compaq geerbt, das vorher Tandem und dessen "Himalaya"-Spezialrechner aufgekauft hatte. Erste Nonstop-Server mit Unterstützung für Itanium-Nodes - wahrscheinlich mit zwei oder vier Wegen und dem hauseigenen "Pluto"-Chipsatz - sind für Ende dieses Jahres oder Anfang 2005 vorgesehen. (tc)