Open-Source- und Linux-Rückblick für KW44

openSUSE & SLES

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
SUSE hat SLES (SUSE Linux Enterprise Server) 12 mit voller Unterstützung für die Open-Source-Datenbank MariaDB zur Verfügung gestellt.

Die COMPUTERWOCHE zeigt die wichtigsten Informationen zu Open-Source und Linux Kalenderwoche 44. openSUSE 13.2 hat das Licht der Welt erblickt.

Canonical hat die Cloud-Distribution Ubuntu OpenStack angekündigt.

Neptune OS 4.2 ist verfügbar.SLES (SUSE Linux Enterprise Server) 12

Ab sofort gibt es mit SLES 12 eine neue Version von SUSE Linux Enterprise Server. Das Server-Betriebssystem setzt per Standard auf Btrfs als Dateisystem. Mithilfe von SUSEs Snapper-Technologie lassen sich komplette Rollbacks realisieren.Weiterhin haben die Entwickler den Installations-Assistenten überarbeitet. Mithilfe eines neuen Workflows können Sie das System registrieren und bekommen alle verfügbaren Updates als Teil der Installation.

Weiterhin gibt es neue Kern-Technologien wie zum Beispiel systemd und wicked. Ersteres ersetzt das Init-System und mit zweiterem steht eine moderne, dynamische Netzwerk-Konfigurations-Infrastruktur zur Verfügung.

Das Open-Source-Datenbank-System MariaDB wird vollständig unterstützt. Die Integration in VMware-basierte Hypervisor-Umgebungen wurde laut eigenen Angaben ebenfalls verbessert. Linux-Container sind in die Virtualisierungs-Management-Infrastruktur integriert. Docker steht als Technologie-Vorschau zur Verfügung.Außerdem gibt es Unterstützung für 64-Bit Little-Endian-Variante von IBMs POWER-Architektur. Wie üblich gibt es SLES für die Architekturen X86_64 und IBM System z.

Wer SLES 12 als Desktop-Umgebung einsetzen möchte, bekommt GNOME 3.10. Weiterhin ist ein "SUSE Linux Enterprise Classic"-Modus enthalten, was eine Migration von früheren Systemen vereinfachen soll. Ebenso ist das System in SUSE Customer Center integriert. In diesem neuen, zentralen Web-Portal können Sie Ihre Abonnements verwalten und erhalten Zugriff auf den Support.

openSUSE 13.2

Das Open-Source-Betriebssystem openSUSE steht als Version 13.2 zur Verfügung. Unter der Haube ist Kernel 3.16 enthalten und wie bei SLES 12 ist auch hier Btrfs das neue Standard-Dateisystem. Live-Medien sind ab sofort persistent. Sie können das Live-Abbild auf einen USB-Stick schreiben, von diesem starten und dann die favorisierten Anwendungen installieren. Diese bleiben beständig gespeichert und Sie haben ein portables Betriebssystem.

YaST wurde überarbeitet, um einen Installation einfacher zu machen. openSUSE sett per Standard auf KDE und bringt entsprechende Anwendungen mit sich. Als Büro-Software-Sammlung ist LibreOffice enthalten. Alternativ können Anwender auf KDE Framewaorks 5 und Plasma 5, sowie GNOME, Xfce, MATE, Enlightenment oder LXDE als Desktop-Umgebung setzen. Interessierte finden weitere Informationen bei openSUSE.org.

Ubuntu OpenStack

Bei Ubuntu OpenStack handelt es sich um eine neue Distribution von Canonical, mit der man binnen Minuten eine OpenStack-Referenz-Cloud automatisch aufsetzen kann. Die Distribution beginnt mit MAAS, um die physische Hardware automatisch zu erkennen. Canonical Landscape wird in Bezug auf das System-Management eingesetzt.

Ubuntu OpenStack unterstützt diverse Anbieter hinsichtlich Netzwerk, Storage und Computing. Sie finden weitere Details in Canonicals OpenStack Interoperability Lab (OIL). Sie finden weitere Informationen in der offiziellen Ankündigung. Wer die Cloud-Distribution selbst ausprobieren möchte, kann sich ein Abbild bei herunterladen.

Neptune OS 4.2

Neptune OS 4.2 setzt ebebfalls auf Btrfs als Standard-Dateisystem und bringt Linux-Kernel 3.16.3 inklusive BFQ I/O Scheduler mit sich. Auch hier ist das Tool Snapper an Bord, mit dem sich Snapshots von Btrfs realisieren lassen. Weitere Software-Pakete an Bord sind LibreOffice 4.3.2, Chromium 37, Kdenlive 0.9.10 und Wireshark 1.12. Sie finden alle weiteren Informationen im Changelog.