Konkurrenz für Microsoft Exchange

Open-Xchange kombiniert Linux mit Groupware

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
Unter dem Namen Open-Xchange Appliance Edition offeriert der Open-Source-Spezialist gemeinsam mit dem Linux-Distributor Univention ein Collaboration-Paket für kleine und mittlere Unternehmen.

Die Bremer Softwareschmiede Univention und Open-Xchange haben sich zusammengetan, um dem Konkurrenten Microsoft Exchange das Wasser abzugraben. Die "Open-Xchange Appliance Edition" kombiniert die für den Unternehmenseinsatz konzipierte Linux-Plattform Univention Corporate Server 2.1 (UCS) mit der Codebasis der Open-Xchange Hosting Edition. Letztere nutzen dem Anbieter zufolge weltweit mehr als acht Millionen Anwender.

Das Paket besteht aus einer gewarteten Linux-Distribution auf Basis von Debian, Samba Services, E-Mail- und Collaboration-Server, Dokumentenverwaltung, Backup/Recovery-Funktionen sowie einem Viren- und Spam-Schutz. Über eine grafische Oberfläche könnten insbesondere kleine und mittlere Unternehmen das System einfach installieren und administrieren, werben die Open-Source-Protagonisten. Bestehende Systeme wie Microsoft Active Directory ließen sich über Konnektoren einbinden.

Die Open-Xchange Appliance Edition können Firmen zudem auch als virtuellen Server nutzen. Das System unterstützt zu diesem Zweck gängige Virtualisierungstechniken wie VMWare oder Xen. Verfügbar soll das Paket ab November sein. Ein einjähriges Abonnement einschließlich Updates, Patches und Security-Fixes kostet für zehn Anwender 450 Euro. Nach dem ersten Nutzungsjahr sinkt die Gebühr auf 112,50 Euro. Für jeden zusätzlichen Nutzer veranschlagen die Anbieter 45 Euro im ersten und 11,25 Euro in den Folgejahren.