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Open-Xchange hat weiteren Investor

13.09.2006
Die Baytech Venture Capital Beratungs GmbH ist vom Erfolg überzeugt.

Die Münchner Risikokapital-Gesellschaft Baytech investiert in den Anbieter von Collaboration-Lösungen auf Linux-Basis. Über die Höhe der Beteiligung gibt es keine Auskunft. Das Geld soll zum Ausbau von Support, Vertrieb und Entwicklung bei Open-Xchange dienen. Die Investoren setzen auf den weiteren Erfolg des Kernprodukts "Open-Xchange Server". Für diese E-Mail- und Groupware-Lösung hat das Unternehmen seit dem Verkaufsstart im April 2005 mehr als 2000 Kunden in 60 Ländern gewinnen können. "Aufgrund der klaren Vorteile für den Kunden sind wir überzeugt, das sich Open-Source-Software auch im Wachstumsmarkt für Collaboration-Programme einen großen Anteil erobern wird", erklärte Jochen Walter, Partner bei Baytech. Er lobt an Open-Xchange "den klaren Wachstumskurs" sowie "kontinuierliche Erfolge und praxiserprobte Produkte".

Das bayerische Investment ist ein Kuriosum. Denn als Open-Xchange Anfang 2005 aus dem Olper Unternehmen Netline hervorging, verlegte es sogleich sein Hauptquartier in die USA. Die Begründung lautete, so sei man leichter in der Lage, an Risikokapital heranzukommen. Doch daraus wurde nichts; Baytech ist der erste institutionelle Investor. Ansonsten haben in Open-Xchange so genannte Business Angels investiert.

Der bekannteste dieser Privatinvestoren ist Richard Seibt, der auf eine Karriere als Chef des OS/2-Geschäfts bei IBM, Vorstandsmitglied bei United Internet, CEO von Suse und Europa-Chef bei Novell zurückblickt. Ein weiterer Geldgeber ist Rafael Laguna de la Vera, ein Berater von Adastra Venture Capital Fonds, der Anfang der 90er Jahre auch schon bei Suse tätig war. Der dritte Investor ist Bob Young, Mitbegründer und Geschäftsführer von Mirador Capital LLC und einigen weiteren Firmen. Schließlich ist da noch Lee Dayton, ein ehemaliger IBM-Vice-President, der dort die Übernahmen von Lotus, Tivoli und Sequent eingefädelt hat. (ls)